Radverkehr und Infrastruktur Planungen starten für neuen Fahrradweg zwischen Pretzier und Stappenbeck
Die Kreisverwaltung bereitet den Bau eines straßenbegleitenden Radwegs vor und setzt Prioritäten beim Straßenausbau.

Pretzier/Stappenbeck. - Alle, die viel mit dem Fahrrad unterwegs sind, wird es freuen. Die Kreisverwaltung will die Prioritätenliste für den Radwegebau weiter abarbeiten. Gestartet wird in diesem Jahr mit einem straßenbegleitenden Radweg an der Kreisstraße 1003 zwischen Stappenbeck und Pretzier. Dafür soll 2026 zunächst die Planung erfolgen. Die für den Haushalt angemeldete Summe in Höhe von 175.000 Euro soll für die Entwurfsvermessung und Baugrundermittlungen eingesetzt werden, teilt das Presseteam des Altmarkkreises auf Anfrage mit.
Förderungen und Kosten für den neuen Radweg
Für das Projekt will der Kreis das Fördermittelsonderprogramm „Stadt und Land“ vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr nutzen. Es ermöglicht einen Zuschuss zu den Kosten von bis zu 90 Prozent. Für den 2026 eingeplanten Betrag kann mit 157.500 Euro Fördergeld gerechnet werden. „Im Zuge des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung ist das Ziel dieser Förderung, die Verkehrssicherheit des Radverkehrs zu steigern“, erklärt Kreissprecherin Inka Ludwig. Insgesamt wird die rund 1,9 Kilometer lange Strecke voraussichtlich 1,5 Millionen Euro kosten.
Wie es weitergeht, wann die eigentlichen Bauarbeiten beginnen und wann der neue Radweg fertig sein soll, teilte Sachgebietsleiterin Simone Dräger den Mitgliedern des Kreis-Bauausschusses nicht mit.
Ausbau der Kreisstraße bei Amt Dambeck nach Hochwasserschäden
Aber dafür, welche Vorhaben im Tiefbauamt für dieses und die folgenden Jahre noch geplant sind. So steht die Kreisstraße bei Amt Dambeck ganz oben auf der Agenda. Sie war beim Hochwasser Ende Dezember 2023 unterspült und in ihrer Substanz in Mitleidenschaft gezogen worden, drohte abzusacken und war lange Zeit gesperrt. Insgesamt mit 2,870 Millionen Euro als Kosten rechnet der Kreis. Rund 1,077 Millionen Euro sollen in diesem Jahr für einen 1,2 Kilometer langen Abschnitt ausgegeben werden.
Ausschuss-Mitglied Hans-Jörg Krause hinterfragte, ob auch der Durchlass, der 2023 die Wassermassen nicht bewältigen konnte, erneuert wird. Das sei Teil des Projektes, erklärte die Sachgebietsleiterin.
Weitere Straßenbauprojekte in der Region
Weitere Tiefbauvorhaben stehen für die Einheitsgemeinde Kalbe auf der Investitionsliste für den Kreishaushalt. Vorgesehen ist der Ausbau der Kreisstraßen zwischen der B71 in Cheinitz und Zethlingen sowie zwischen Kalbe und dem Abzweig nach Vahrholz. Außerdem ist der Kreis mit insgesamt 64.000 Euro an der Sanierung der Ortsdurchfahrt Henningen beteiligt.