Salzwedel (ds) l Hausärztin Karin Willert schilderte in der Volksstimme (16. März) die Problematik mit der fehlenden Schutzkleidung in ihrer Praxis vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Nun wandte sich auch die Salzwedeler Internistin Juliane Felbinger an die Volksstimme.

„Ich habe ganze drei Schutzmasken für mich und meine Mitarbeiter“, berichtet die Ärztin aus ihrer Praxis an der Altmarkpassage. Sie meint damit die auch von Karin Willert genannten FFP2-Masken. Allerdings hat Juliane Felbinger die Hoffnung, dass sich dieser Engpass eventuell mit Hilfe direkt aus der Region verbessern lässt.

Betriebe können helfen

„Ich habe von Ärzten aus der Region Celle gehört, die sich zum Beispiel an Landwirte aus der Region gewandt haben“, erklärt sie. Auch in landwirtschaftlichen Betrieben, zum Beispiel in der Tierhaltung, werden häufig die gerade besonders benötigten FFP2-Schutzmasken verwendet. Auch im Handwerk, zum Beispiel bei Tischlereien, gehören die Masken ihrer Kenntnis nach manchmal zur Ausrüstung.

Nun bittet Juliane Felbinger darum, dass Landwirte oder Arbeitnehmer aus anderen Branchen im Altmarkkreis prüfen sollten, ob sie noch über Vorräte dieser Masken verfügen. „Jede Maske zählt“, bittet sie darum, dass verfügbare Masken bei Allgemeinmedizinern vor Ort abgegeben werden können.

Angebot für stundenweise Hilfe

Die Salzwedeler Internistin berichtete zudem, dass sie der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) angeboten habe, zumindest stundenweise für den Dienst in einem sogenannten Fieberzentrum zur Verfügung zu stehen. Dies bekräftigte auch Dr. Ilja Karl (Linke) während der Sitzung des Hauptausschusses des Altmarkkreises am Montag (16. März). Landrat Michael Ziche sagte dort, dass er das Angebot weitergeben werde.

In Fieberzentren können Menschen, bei denen der Verdacht einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, getestet werden. So brauchen sie keine Klinik oder einen Hausarzt aufsuchen.