Salzwedel l Den Beginn des 11. Sportfestes wird Kevin Loutchan wohl so schnell nicht vergessen. An der Seite von Chefpilot Stefan Plath vom Altmark Air Service kam dem Feuerwehrmann aus Tangeln eine wichtige Aufgabe zu. Erstmals eröffnete gestern ein Ultraleichtflugzeug als fliegende Ballmaschine die Traditionsveranstaltung zum 1. Mai. Loutchans Aufgabe bestand darin, vier Bälle im Wert von insgesamt 400 Euro zielgenau über dem Veranstaltungsort abwerfen. Klingt einfach.

Ein Lob für die Organisatoren

„Doch wenn man in luftiger Höhe, nur durch einen Gurt gesichert, an der offenen Tür eines von Böen geschüttelten Flugzeugs sitzt, sieht die Welt anders aus“, berichtete der junge Feuerwehrmann nach der sicheren Landung. Zum Wind kam der natürliche Luftwiderstand, der die Bälle immer wieder in das kleine Flugzeug zurück drückte. Doch ein echter Feuerwehrmann lässt sich davon nicht abschrecken. So landeten die zwei Bundesligafußbälle nebst der beiden Volleybälle pünktlich und exakt im Stadion.

Im Anschluss lobte Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel die Organisatoren Sportverein Eintracht Salzwedel, Kreissportbund und Barmer für die geleistete Arbeit und den Ideenreichtum. Lutz Franke bedankte sich als Chef des Kreissportbundes bei allen Vereinen, die ihren Beitrag zum Gelingen des Tages geleistet haben. Den wohl wichtigsten Teil der Eröffnung leitete Antje Schiel von der Wohnsportgemeinschaft Jenny Marx. Zu flotten Rhythmen lud sie gemeinsam mit ihren jungen Turnerinnen zu einer schwungvollen Erwärmung ein.

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Rundenzählmaschine

Das Glück des Tüchtigen war dann letztlich auch wettertechnisch auf der Seite der Organisatoren. Nach kühlem, windigen Beginn riss die Wolkendecke zum Mittag auf. Mit den Temperaturen stiegen auch die Besucherzahlen kräftig in die Höhe. So konnten sich insbesondere die Starter zum Firmen- und Familienlauf über zahlreiche Zuschauer freuen. Zum Einsatz kam bei diesem Wettkampf mit der elektronischen Rundenzählmaschine die zweite große Neuerung des Tages. Dank der in die Staffelstäbe integrierten Transponder war die Wettkampf- leitung mit einem Blick auf dem Computermonitor stets auf der Höhe des Geschehens.

„Der heutige Einsatz ist der erste Test der Anlage unter Wettkampfbedingungen. Daher haben wir die Ergebnisse heute sowohl elektronisch als auch manuell erfasst “, erklärte Judith Matzka von der Laufgruppe des SV Eintracht.