Altmark l Rekord bei „Wagen & Winnen“: Mit 22 Orten und 32 Ausstellungen war das Kunstfestival bei seiner 5. Auflage so groß wie nie zuvor. „Wir sind über die Jahre gewachsen. Das zeigt auch, dass mittlerweile viele Menschen von unserer Veranstaltung wissen und sie annehmen“, erklärte Heinrich Herbrügger, Vorstandmitglied des Wagen & Winnen e.V., am Freitagabend bei der großen Eröffnungsfeier im Salzwedeler Bahnhof.

Und die Organisatoren hatten sich auch für dieses Jahr wieder etwas Neues einfallen lassen. Im Nebengebäude, dem ehemaligen Sitz der Transportpolizei, hatten zahlreiche Künstler eigene Räume gestaltet. Mehr als 20 „Mini-Ausstellungen“ waren dort zu sehen. „Die Räume werden bei der Finnisage am 24. September ab 11 Uhr prämiert“, so Heinrich Herbrügger. Die Besucher konnten auf eigens angefertigten Stimmzetteln ihren Lieblingsraum ankreuzen.

Neben der Trommelgruppe „Die Takadimis“ unter musikalischer Leitung von Torsten Urban sorgte die Bremer Band „Vladi Wostock“ bei der Eröffnungsfeier für Stimmung. „Wir möchten uns bei allen Unterstützern und den vielen Freiwilligen Helfern bedanken. Am Donnerstag war der Bahnhof noch eine richtige Baustelle und heute können wir hier feiern“, lobte Heinrich Herbrügger.

Große Vielfalt an Künstlern

Am Sonnabend trotzten unzählige Besucher dem mäßigen Wetter und machten sich den Weg, um die Ausstellungen auf den Höfen und in den Kunstorten zu bestaunen. In der Altperverstraße eröffnete der Gemeinschaftsladen „Frau Hansen“. Gäste konnten ihre mitgebrachte Kleidung mit Siebdruck verschönern. Am Samstagnachmittag wurden Country und Folk geboten. In der Kultur Nische konnte Keramik bemalt werden. Dort waren zudem Grafiken und Zeichungen zu sehen.

Adrian Robertson sorgte in Benkendorf 22, einem Ort der ersten Stunde bei „Wagen & Winnen“, für Unterhaltung. Kinder konnten Kunststücke in einem Mitmach-Zirkus erlernen. Abends gab es eine Feuer- und LED-Show. Im benachbarten Depekolk stellte der Mandala-Künstler Narada seine Werke aus. Wer wollte, konnte beim ihm lernen, wie man Mandalas künstlerisch anspruchsvoll mit der Schere gestaltet. Die Möglichkeit, selbst schöpferisch tätig zu werden, hatten die Besucher in Jeetze. Hier bot Kunsthandwerker Sven Strauß Workshops zum Thema Mosaik an.

Wer von Ausstellung zu Ausstellung fuhr, merkte dabei auch, was „Wagen & Winnen“ auszeichnet: Die enorme Vielfalt der teilnehmenden Künstler.