Sportstätte der Jenny-Marx-Schule wird saniert

Zum nächsten Winter soll die Halle fertig sein

Von Peter Hintze

Unbeirrt von klirrend kalten Außentemperaturen laufen die Arbeiten im Inneren der Turnhalle der Jenny-Marx-Schule auf Hochtouren weiter. Rund 840000 Euro werden in die energetische Sanierung investiert.

Salzwedel l Oberbürgermeisterin Sabine Danicke hat sich während ihres gestrigen Stadtspaziergangs mit Medienvertretern ein Bild vom Fortgang der Arbeiten in der Jenny-Marx-Turnhalle am Südbockhorn gemacht und war beeindruckt. Die Sportstätte wird derzeit für 840000 Euro saniert. Zwei Drittel sind Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau Ost. Den Rest zahlt die Hansestadt.

Zum Winter 2012/13 sollen sich die Grundschüler unter dem Dach der neuen Halle austoben können, hieß es gestern. Während der aktuellen Hallensaison werden sie per Bus zum Sportunterricht in die Lessing-Grundschule gebracht. Vereinssportler, etwa vom TV Jahn und von der WSG Jenny Marx, haben sich beim Altmarkkreis Salzwedel um Hallenzeiten bemühen müssen.

Das Asbestdach der laut Stadtsprecher Olaf Meining um die Wende des vergangenen Jahrhunderts gebauten Halle ist schon längst Geschichte. Es ist einer modernen Aluminiumblech-Eindeckung in Ziegeloptik gewichen.

Der Gedanke des Einbaus einer Photovoltaikanlage habe sich allerdings zerschlagen, teilten die Baufachleute während des Ortstermins mit. Das gebe die Statik einfach nicht her. Dachflächen auf kommunalen Liegenschaften gebe es genug in der Hansestadt, meinte die Oberbürgermeisterin. Das Gros befinde sich allerdings auf Altgebäuden, die mit ähnlichen statischen Problemen wie die Schulturnhalle im Südbockhorn behaftet seien.

Doch zurück zur eigentlichen Baumaßnahme: Gut einpackt und damit vor Schäden durch die Arbeiten geschützt präsentiert sich derzeit der Boden der 600 Qua-dratmeter großen Sportstätte. Der Schwingboden bleibe unangetastet, erklärte Bauamtsmitarbeiterin Heike Treichel während der gestrigen Hallenbesichtigung. Es werde lediglich über einen neuen Belag nachgedacht.

Gut die Hälfte der neuen Akustikdecke ist bereits in luftiger Höhe von etwa sieben Metern angebracht worden. Sie ersetzt die starre Decke, die einst mit Schrankplatten beplankt war. Deutlich sichtbar sind die Aussparungen für die Deckenleuchten. Im anderen Hallenteil stehen die Gerüste noch, weil Dämmarbeiten laufen. Schließlich soll nicht das komplette, insgesamt etwa 13 Meter hohe - einst auch als Reithalle - genutzte Gebäude erwärmt werden.

Für Tageslicht und Energieeinsparungen sollen maßangefertigte vor allem dichte Fenster sorgen. Jedes einzelne sei nach Schablone angefertigt worden, berichtete Heike Treichel vor Medienvertretern und Rathauskollegen. Vorgesehen sei weiterhin eine zwei Meter hohe Prallwand. Der Rest der Halle werde gestrichen. Farben sollen in Abstimmung mit der Schulleitung ausgewählt werden. "Lüfter im Wandbereich ersetzen die Heizung an der Decke", sagte Heike Treichel und wies auf die Holzkonstruktion unter dem Dach hin. Dort habe der Holzbock ganze Arbeit geleistet. Folge: der Austausch von Balken.

Aus dem Nebengebäude, das künftig im Erdgeschoss einen etwa 200 Quadratmeter großen Geräteraum, ein behindertengerechtes WC sowie Umkleiden für die Sportlehrer und einen Sanitätsraum beheimaten soll, ist die Treppe herausgerissen worden. "Vom Hof der Grundschule her befindet sich auch der eigentliche Zugang", betonte Heike Treichel.Im ersten Obergeschoss seien Umkleiden, Duschen und Sanitärräume für die Jungen und Mädchen sowie Lagermöglichkeiten für Kleinstgeräte vorgesehen.