Schönebeck (ee) l Bei Gisela Schollbach ging alles ganz schnell. Ihr schwer kranker Mann, um den sie sich jahrelang gekümmert hatte, verstarb und sie selbst konnte alleine nicht in ihrer Wohnung bleiben. Die Wohngemeinschaft (WG) „Human“ kam ihr genau richtig. Hier konnten ihre Enkel und ihr Sohn das Zimmer individuell einrichten und auch für die Pflege von Gisela Schollbach ist gesorgt.

Offen für viele Krankheitsbilder

Selbstbestimmtes Wohnen soll die Senioren-WG bieten. So können die Bewohner bestimmen, was sie essen wollen und wie sie ihre Freizeit gestalten möchten. „Ein Beschäftigungsangebot gibt es zwar, dieses ist aber optional“, erklärt Stefanie Fabian, stellvertretende Leiterin der Schönebecker Caritas. Dabei soll gleichzeitig für die optimale Pflege und medizinische Versorgung eines jeden Bewohners gesorgt sein. „Wir sind offen für alle Krankheitsbilder“, meint Irina Hartkopf, Leiterin der Schönebecker Caritas. Sie öffnet die Tür zum „Raum der Stille“.

Das Kaminzimmer wird von einem riesigen Wandposter dominiert, auf dem ein goldener Herbstwald abgebildet ist, der Spruch „Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert“ steht an der Wand.

Geräumig und mit einem Balkon ausgestatt

Der Raum erfüllt seine Funktion: „Hier können Bewohner sich einfach mal zurücklehnen oder das Gespräch mit uns suchen, wenn sie etwas bedrückt“, erklärt Hartkopf.

Alles andere als bedrückend ist die Atmosphäre in den Räumlichkeiten. Ein gemütliches Wohnzimmer wurde eingerichtet und die geräumigen Zimmer sind jeweils mit großem Balkon und eigener Toilette ausgestattet. „Die Senioren-WG soll mehr Hotel-Charakter haben“, meint Hartkopf. Und dann muss sie auch schon wieder loshuschen. Es ist Tag der offenen Tür in der Senioren-WG und das Interesse an die noch wenigen zu besetzenden Zimmer ist groß.

Eine der Interessenten ist Hildegard Kieser. Die 90-Jährige hat sich am Tag der offenen Tür ein Zimmer ausgesucht und wird bald in „Hotel Human“ einziehen.

 

Informationen gibt es bei der Caritas unter Telefonnummer (039 28) 6 73 35.