Biere l Man nehme sieben Ortswehren, 20 Fackelträger, mehr als 100 Kameraden der freiwilligen Feuerwehr und einen Gemeindewehrleiter. Fertig ist der „Große Zapfenstreich“. Am Dienstagabend wurde der langjährige Wehrleiter der Gemeinde Bördeland, Hans-Jürgen Schulze, verabschiedet. Weggefährten, Kameraden der Feuerwehren und Gemeindevertreter - sie alle versammelten sich auf dem Platz vor der Gemeindeverwaltung, um den 64-jährigen Schulze aus dem Amt zu verabschieden.

Mit dem Yorckschen Marsch begleitete der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Biere unter Leitung von Walter Siedentopf den Einmarsch der Kameraden. „Zapfenstreich angetreten“ hieß es dann aus dem Munde des stellvertretenden Gemeindewehrleiters, Hans-Georg Fabian.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Schulze längst seinen Platz auf einem eigens errichteten Podest neben Gemeindebürgermeister Bernd Nimmich eingenommen. Nimmich dankte dem scheidenden Gemeindewehrleiter für die gute Zusammenarbeit und ergänzte: „Durch seinen kameradschaftlichen Führungsstil ist es uns in den zurückliegenden Jahren gemeinsam gelungen, eine Gemeindefeuerwehr aufzubauen, in der sich jede unserer sieben Ortswehren wiederfindet.“ Das große Unterfangen, die Ortwehren zu vereinen, habe „nur mit Hilfe aller Kameraden“ gelingen können, betont Hans-Jürgen Schulze in seinen Dankesworten. Und weiter: „Wir bestehen zwar nach wie vor aus einem Nord- und einem Südzug - doch trotzdem sind wir eine große Feuerwehr.“ Abschließend wünschte der 64-Jährige seinem Nachfolger alles Gute.

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Bis zur Wahl des neuen Gemeindewehrleiters im Rahmen einer Delegiertenkonferenz im März lenkt Schulzes Stellvertreter Hans-Georg Fabian kommissarisch die Geschicke der Feuerwehren in Bördeland. Fabian war es auch, der den „Großen Zapfenstreich“ beendete und die zwei Ehrenzüge (einer davon mit Fahne) abtreten ließ.

Der Spielmannszug ließ noch einmal einen Militärmarsch, diesmal „Preußens Gloria“, erklingen und dann war es auch schon an der Zeit für die persönlichen Verabschiedungen.

Eine lange Schlange bildete sich vor dem Wehrleiter. Kollegen und Freunde überreichten Geschenke. Traurig waren die meisten über das Ausscheiden des langjährigen Gemeindewehrleiters. In einem anderen Amt wird der 64-Jährige seinen Kameraden glücklicherweise noch erhalten bleiben. Denn seine Amtzeit als Ortswehrleiter von Biere endet erst in einem Jahr.