Aschersleben/Bernburg/Haldensleben/Schönebeck/Staßfurt l Für Lars Timm ist das Kapitel Ameos beendet. Der bisherige Regionalgeschäftsführer Ost des privaten Klinikkonzerns aus der Schweiz verlässt das Unternehmen. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Frank-Ulrich Wiener ist neuer Regionalgeschäftsführer Ameos Ost.

In der Mitteilung heißt es: "Herr Dr. Lars Timm ist ab heute, 27. Januar 2020, von seiner Funktion als Regionalgeschäftsführer entbunden und per sofort frei gestellt. Herr Frank-Ulrich Wiener übernimmt die Regionalgeschäftsführung für Ameos Ost. Er führt bereits heute die ersten Gespräche mit den Führungskräften und Mitarbeitenden in der Regionalzentrale in Aschersleben und wird sich in den nächsten Tagen in allen Einrichtungen vorstellen."

Neuer Regionalgeschäftsführer

Frank-Ulrich Wiener ist Regionalgeschäftsführer Ameos Nord und dort bereits verantwortlich für über 4.100 Mitarbeitende an 17 Standorten.

"Die von Herrn Dr. Timm angestossene Diskussion zur möglichen Schliessung von Klinika entspricht weder unseren Zielen noch unserer Unternehmensphilosophie", begründet der private Klinkbetreiber die Trennung. Nach Volksstimme-Informationen soll die Trennung allerdings von Lars Timm ausgegangen sein. Bereits zu Ende des Jahres 2019 habe er seine Kündigung eingereicht, wurde aber erst am Montag, 27. Januar 2020, freigestellt und soll schon bald einen Posten in der Geschäftsführung eines anderen privaten Klinkbetreibers übernehmen.

Streiks bei Ameos seit November

Seit Anfang November streiken viele Mitarbeiter der Ameos-Standorte in Aschersleben-Staßfurt, Bernburg, Haldensleben und Schönebeck für besseren Lohn. Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi, die die Streiks an den Standorten organisiert, und der Ameos-Geschäftsführung sind bislang nicht zustande gekommen.

Deshalb gab es am Freitag eine Urabstimmung über einen unbefristeten Streik, der seit Montagmorgen, 27. Januar, läuft. 99,7 Prozent der an den Klinik-Standorten angestellten Verdi-Mitarbeiter hatten für den Erzwingungsstreik abgestimmt. Teilgenommen hatten 92 Prozent von ihnen.