Calbe l Er sei in jüngster Zeit durch viele Orte gefahren, sagte kürzlich der ehemalige Stadtrat Horst Kober. Doch in keiner anderen Stadt sei das Straßennetz in einem derartig schlechten Zustand, wie in der Kleinstadt an der Saale. Ob die Verwaltung daran arbeite, fragte er nach. Das bestätigte Bürgermeister Sven Hause. In gut zwei Jahren, so die Planung, soll die Bernburger Straße ausgebaut werden, kündigte er an.

Land will Anteile übernehmen

Abwarten muss die Kommune noch, wie sich die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge auf die kommunalen Ausbauprojekte für Straßen auswirkt. Denn das Land will die Anteile, die bislang die Anwohner gezahlt haben, übernehmen. Nach welchem Schlüssel das Geld verteilt wird und wie viel Mittel den Kommunen dabei zur Verfügung steht, ist dabei für die Städte und Gemeinden interessant. Auch bleibt noch abzuwarten, wie sich die Corona-Pandemie auf die öffentlichen Haushalte auswirkt. Dass die Saalestadt ein sehr marodes Straßennetz besitze, sei hinlänglich bekannt, bestätigte der Bürgermeister. Neben den Mitteln des Landes für den Wegfall der Straßenausbaubeiträge muss die Kommune aber den eigenen Anteil ebenso finanzieren. Hier sind der Stadt enge finanzielle Grenzen gesetzt. Zumal es in absehbarer Zeit mit dem Ausbau der Barbyer sowie der Salzer Straße zwar eine Landesstraße trifft, die die Stadt nicht selbst bezahlen muss. Die Fuß- und Radwege sowie die Beleuchtung ist aber wieder in der Zuständigkeit der kleinen Kommune.