Schönebeck (vs) l Vor falschen Ablesern, die auf Betrug und Diebstahl aus sind, warnen die Stadtwerke Schönebeck. Unbekannte würden sich unter dem Deckmantel des Unternehmens Zutritt zu Wohnungen verschaffen wollen. Die Stadtwerke informierten gestern, dass mitten in der Phase der derzeit üblichen Verbrauchserfassungen derartige Vorkommnisse in Schönebeck passiert seien.

Die Masche ist bekannt. Betrüger und Diebe nutzen die Situation, dass tatsächlich Verbrauchszähler unterwegs sind, um sich für ihre Machenschaften Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen.

Sei Mitte November bis zum 11. Dezember „führt ein durch uns beauftragtes Unternehmen die Ablesung (Firma MSG aus Leipzig) der Verbrauchszähler durch“, stellte Dorothée Vatterott aus dem Marketing der Stadtwerke gestern in einer dringlichen Mitteilung klar. „Die Mitarbeiter können sich stets ordnungsgemäß durch einen SWS-Ausweis identifizieren und kündigen die Ablesetermine vorher an.“ Wer sich unsicher sei, „lassen Sie sich immer den Dienstausweis zeigen oder verwehren Sie im Zweifelsfall den Zutritt zu Ihrer Wohnung“, hieß es weiter. „Unsere Mitarbeiter werden Sie niemals zu einem Zutritt drängen!“

Wer derartige Erfahrungen gemacht hat, wird dringend gebeten, eine Information an die Stadtwerke zu geben. Unbedingt sollte der Name des Mitarbeiter notiert werden. Für Rückfragen könnten sich Bürger telefonisch unter (03928) 78 86 88 an die Stadtwerke wenden.

In Schönebeck hatten es Unbekannte erst im Oktober mit Haustürgeschäften versucht, Stadtwerke-Kunden zum Vertragswechsel zu bewegen. Aus polizeilicher Sicht bewegen sich die Delikte im Graubereich zwischem illegalem Abwerben und strafbarem Betrug.

Der Spätherbst ist eine übliche Zeit für Betrugsversuche. Die Stadtwerke Staßfurt warnten vorige Woche vor Anrufern, die sich als Kooperationspartner oder Mitarbeiter der Stadtwerke ausgaben und anboten, neue Strom- und Gasverträge abzuschließen. Das Staßfurter Unternehmen dementierte umgehend solche Praktiken.

Unlautere Werbeanrufe, denen der Angerufene zuvor nicht schriftlich zugestimmt haben, sind laut Gesetzgeber untersagt und können hohe Bußgelder der Bundesnetzagentur nach sich ziehen.