Schönebeck l Bescheidenheit ist diesem Moment wirklich fehl am Platze: „Neubau, Sanierung, aber auch Abriss werden uns 2018 begleiten. Unsere Stadt verändert sich weiter, und wir haben einen großen Anteil daran“, schreibt die Städtische Wohnungsbau GmbH Schönebeck (SWB) über sich selbst. Dieser Stolz kommt nicht von ungefähr: Weil es finanzielle Überhänge aus dem vergangenen Jahr gibt, wird das Wohnungsunternehmen in diesem Jahr so viel Geld investieren wie noch nie. „Es werden rund zehn Millionen Euro sein“, berichtet SWB-Geschäftsführerin Sigrid Meyer im Gespräch mit der Volksstimme.

Nahm das Schönebecker Unternehmen in den vergangenen Jahren durchschnittlich sechs bis sieben Millionen Euro in die Hand, wird es sich nun vervielfachen. Der Grund dafür sind die erwähnten Überhänge aus dem Jahr 2017. „Wir konnten in Größenordnungen nicht beginnen, weil uns die Ausschreibungen einen Strich durch die Rechnung machten“, erklärt Sigrid Meyer.

Steigende Preise auf dem Markt

Wie andere Unternehmen auch hat die Wohnungsbau GmbH mit steigenden Baupreisen auf dem Markt zu kämpfen. So mussten Ausschreibungen zurückgenommen und neu gestartet werden, um deutlich geringere Preise zu erzielen. „Ich mache das nicht mit. Außerdem können wir uns das nicht leisten. Höhere Baupreise wirken sich auf die Mietpreise aus, die am Ende zu Lasten der Bürger gehen“, so Meyer.

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Während in einem Areal der Stadt eine Straße teilweise geschlossen wird, wird in einem anderen Gebiet eine neue geschaffen. Die Erschließung des Wohngebiets Schillergarten ist abgeschlossen. Die Stichstraße führt in die Siedlung. „Das ist eine super Lage in der Stadt“, beschreibt die SWB-Chefin das Vorhaben, das in diesem Jahr weiter Gestalt annehmen wird.

Weitergebaut wird auch im Wohnbereich Krausestraße. Dort entstehen, laut Aussage von Sigrid Meyer, die gleichen Hausvarianten wie in der Lutherstraße – nur mit einem Unterschied: „Sie werden barrierefrei sein“, so die Geschäftsführerin. Auch am Körnerplatz wird die SWB 2018 tätig sein. Dort sollen Reihenhäuser entstehen.

Barrierefreies Wohnen in Schönebeck

Verschwinden wird in den nächsten Jahren die Brachfläche Am Malzmühlenfeld. Dort werden bis zum Jahr 2021 nach und nach drei Wohnhäuser mit zwölf barriefreien Zwei- bis Dreiraumwohnungen neu gebaut. Einzug wird dort außerdem eine Wohngruppe für bis zu zwölf Personen halten. „Diese Wohnungen sind besonders für Mieter im Umfeld um das Malzmühlenfeld gedacht“, so Meyer. Die neuen Wohnungen werden nicht so groß sein und deshalb preiswerter. Angesprochen sind vor allem Mieter, die aus ihrem Quartier nicht weg ziehen wollen, aber die alte Wohnung aus anderen Gründen verlassen möchten oder müssen. Baubeginn soll noch in diesem Jahr sein.

Neben dem Neubau stehen auch Sanierungen an. In diesem Zusammenhang nennt Sigrid Meyer unter anderem die Pfännerstraße 12/13, wo eine Komplettsanierung angestrebt wird. In der Straße der Jugend 116 bis 118 erfolgt nach dem Etagenrückbau eine Teilmodernisierung.