Eggersdorf l Genau vor 20 Jahren wurde auf Initiative des ehemaligen Bürgermeisters Fritz Teichert ein Heimatverein im Dorf gegründet. 13 Eggersdorfer Bürger zeigten sofort Bereitschaft in diesem Verein mitzuwirken. Unter der Leitung ihres ersten Vorsitzenden, Heiko Rasch, folgte die Gründung einer Chronikgruppe, die anfangs Norbert Kraft führte. Die ersten Arbeitsschritte und Ziele wurden anvisiert. Mit dem Sammeln von Bildmaterial und Gesprächen mit Bürgern begann alles. Man wollte den Eggersdorfern, vor allem der älteren Generation, Geschichte und Geschichten entlocken. So lautete auch der Arbeitstitel für ein Heft, das zum Dorffest 2001 erschien. Inzwischen hat diese kleine Broschüre in den folgenden Jahren weitere 18 „Nachläufer“ erhalten und erfreut sich großer Beliebtheit bei den Eggersdorfern.

Die vom Lehrer Max Rothe 1910 geschriebene „Kleine Chronik und Heimatkunde“, damals gedacht für den Unterricht seiner Schüler, erlebte im neu entstandenen Kultur- und Heimatverein eine Renaissance und regte die Chronikgruppe zu weiteren Forschungen und Erkundungen an.

Künstler stellen Werke vor

Fleißig wurde heimatliches Informationsmaterial und alte Gebrauchsgegenstände gesammelt, in Gemeindeakten, in alten Kirchenbüchern sowie in Archiven gestöbert.

Nach dem der Verein auch noch die entsprechenden Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekam, erfolgte die Einrichtung einer Heimatstube, die später durch einen Galerieraum eine Erweiterung fand. In ihm konnten bisher fünf Hobbykünstler aus der Region ihre Werke der Öffentlichkeit vorstellen.

Plattspräker-Gruppe

All dies brachte der langjährige Vereinsvorsitzende Ronald Lindemann in einem Rückblick am Freitag in seiner Festrede anlässlich des 20-jährigen Vereinsgeburtstages zum Ausdruck.

Damit nicht genug. Die Gründung einer „Plattspräker Gruppe“ unter der Leitung von Bärbel Renning und der Beitritt einer Tiffanygruppe unter der Leitung von Christian Agath erweiterten die Vereinsarbeit.Natürlich gehören zur Vereinsarbeit auch gesellige Treffen, Fahrten zu kulturgeschichtlichen Zielen, Buchlesungen oder andere Zusammenkünfte, die von Werner Rockmann organisiert werden.

In ihren Grußbotschaften und Dankesreden würdigten die geladenen Kommunalpolitiker, die Vorsitzenden aller Vereine des Ortes sowie die Leiter von Einrichtungen und die Arbeitsleistungen der Heimatfreunde.

Zünftige Feier

So ein runder Geburtstag ist aber auch verbunden mit einer zünftigen Feier. Die wurde vom ortsansässigen Frauenchor mit schönen Liedern und mit einem eigens für den Verein verfassten Lied eingeleitet.

Für einen weiteren kulturellen Genuss sorgte die Eggersdorfer Kabarettistin Josefine Lemke, die mit ihrer Situationskomik viele Dinge zum Besten gab. Verkleidet als Figur in ihrer Paraderolle Erna Schmidtke-Hübenstein mischte sie sich unters Volk und strapazierte die Lachmuskeln der Anwesenden. Anschließend wurde die Halle des SFZ mit Schwarzlicht beleuchtet. Conny Weddige mit ihrer Partnerin Askia zeigten jetzt mit ihren Tanzdarbietungen ein Showprogramm der Extraklasse.

LED-Schleier

Höhepunkt ihrer Darbietungen waren Tänze mit dem LED-Schleier, Tänze mit wechselnden, farbenfreudigen Kostümen und die Mitmachtänze mit dem Publikum.

Zielgerichtet wollen die 34 Mitglieder auch weiterhin das kulturelle Leben im Dorf bereichern, die Geschichte von Eggersdorf in Wort und Bild festhalten, damit spätere Generationen vom dörflichen Leben ihres kleinen Bördelanddorfes Interessantes und Wissenswertes erfahren.