Schönebeck l Mit großem Interesse haben Gunnar Schellenberger, Eckhard Henschel und Matthias Trott in den vergangenen Tagen die Lesermeinungen in der Volksstimme zur geplanten Kunst auf dem Kreisel Barbyer Straße gelesen. Darüber hatte die Volksstimme im Rahmen ihrer Serie „Zukunft Schönebeck“ berichtet. Die Initiatoren sind begeistert von den vielen positiven Äußerungen, aber auch kritischen Hinweisen. Ob sie damit gerechnet haben? „Nie“, gibt der Magdeburger Künstler Trott zu. „Für mich ist spannend, wie über die einzelnen Entwürfe gedacht wird“, sagt Kultur-Staatssekretär Schellenberger. Gemeinsam mit Henschel, Unternehmer aus Tornitz, ist er in der hiesigen Mittelstandsvereinigung (MIT) der CDU. Die Drei engagieren sich für die Gestaltung der Schönebecker Kreisverkehre. Die Kreisel Heinitzhof und Grünewalde sind schon mit Kunst versehen.

Nun geht es an den Kreisel Barbyer Straße. Fünf Entwürfe hatte Trott vorbereitet. Die Initiatoren baten die Volksstimme-Leser zu benennen, welche Variante ihnen am besten gefällt – um ein Stimmungsbild zu erhalten. Als Favoriten haben sich die Entwürfe 2 (figürliche Darstellung) und 4 (geschwungener Kreis) herauskristallisiert (siehe oben). Aus den Entwürfen 1 und 3 wird der Künstler als nächsten Schritt einen neuen Entwurf erarbeiten. Und mit den beiden Favoriten noch einmal „in den Ring werfen“ – um im Bild zu bleiben.

Volksstimme-Leser wieder aufgerufen

Dann werden Sie, liebe Leser, wieder aufgefordert, Ihre Meinung zu sagen. Und die Kreisel-Engagierten bauen schon jetzt wieder auf Ihre Unterstützung. Ende des Jahres soll es soweit sein.

Während Matthias Trott am neuen Entwurf arbeitet, sind Gunnar Schellenberger und Eckhard Henschel dabei, die Finanzierung zu klären. Die Skulptur soll wieder komplett auf Privatinitiative fußen. Der Tornitzer, der eine Metallbaufirma hat, wird einen Großteil der Kosten stemmen. Doch weitere kleine und größere Sponsoren werden noch gesucht.

Bleibt noch zu klären, welchen Entwurf die Initiatoren favorisieren. „Mir hat die Nummer 2 gut gefallen, die Skulptur ist einfach und schnell zu erfassen“, sagt Gunnar Schellenberger. Die anderen Entwürfe seien für ihn erklärungsbedürftig, zu unruhig oder hätten zu viele Elemente, die vom Autofahren ablenken würden.

Keine klare Assoziation

Eckhard Henschel überlegt etwas. „Sicherlich sieht das am Schicksten aus“, und zeigt dabei auf Entwurf 4. „Das wird aber auch am teuersten, aber für mich gibt es da keine klare Assoziation zum Ringheiligtum“, weiß der Fachmann. Etwa 60 Meter Stahl würden für die schwungvolle Form verarbeitet werden. Er tendiert zur Variante 3 – allerdings in vereinfachter Form und ohne die Signalfarbe Rot.

Und der Künstler selbst? Sein Favorit ist Entwurf 1. „Ich wollte nichts Gradliniges, Stringentes. Sondern Bewegung, wie Menschen, die tanzen, verbunden durch den Ring – als Bezug zum Ringheiligtum“, erklärt Matthias Trott.

Er betont, dass bei keiner Skulptur die Sicht der Autofahrer beeinflusst werden würde. Die Kunstobjekte hätten immer eine Höhe von knapp fünf Metern. Die Ringe seien nie geschlossen, so dass die Fahrspur über den Kreisel frei bleibt.