Schönebeck l Für das Solequell-Bad zeichnet sich ab 2019 eine weitere Preiserhöhung ab. So hat der Wirtschaftsprüfer des Soleparks die Eintrittspreise für das Bad in seinem Bericht für 2017 als „Risiko“ bezeichnet. Die Preise seien von den Kunden nach der vergangenen Preiserhöhung im Januar 2017 zwar gut angenommen worden. Letztendlich seien sie aber nicht kostendeckend.

Solequell ist nicht kostendeckend

Das Problem: „Gemäß der Auflagen der Kommunalaufsicht sind die Eintrittspreise kostendeckend zu kalkulieren“, heißt es in dem Bericht auf Seite 9 der Anlage 1 weiter. „Sollten die künftigen Eintrittspreise auf Basis der tatsächlichen Besucherzahlen neu kalkuliert werden müssen, wird im Ergebnis dieser Kalkulation mit einer starken Preiserhöhung zu rechnen sein.“

Beim Solepark wird der Bericht positiv bewertet. „Wir schreiben schwarze Zahlen und sind damit zufrieden“, sagte Britta Simon, Leiterin der Buchhaltung. So hielten sich Einnahmen und Ausgaben 2017 bei rund 5,2 Millionen Euro in etwa die Waage, wobei die Stadt Schönebeck rund 2 Millionen Euro zuschießen musste. Grundsätzlich könne das Bad aber nicht gewinnbringend betrieben werden, so Britta Simon. Eine drastische Erhöhung der Eintrittspreis ist zumindest nicht vorgesehen. „Die Betriebsleitung sieht in einer regelmäßigen Anpassung der Eintrittspreise eine Chance, den Solequell marktorientiert zu führen“, schreibt der Wirtschaftsprüfer.

Buchhalterin Simon bestätigt, dass ab Januar 2019 eine erneute geringe Anpassung der Eintrittspreise ins Haus stehen könnte. Dies müssten jedoch die Stadträte dentscheiden. Dazu der Prüfer: „Die Entwicklung der Betriebskosten, Personal- und Erhaltungskosten macht eine regelmäßige Überprüfung der Eintrittspreise dringend erforderlich.“ Durch die regelmäßige Anpassung konnte die Erhöhung bisher moderat ausfallen. „Die Notwendigkeit der zweijährigen Erhöhung findet bei den Besuchern zunehmende Akzeptanz“, so der Prüfer. Insgesamt folge daraus: „ Eine weitere Anpassung wird voraussichtlich zum 1. Januar 2019 erfolgen.“

Zu wenig Investitionen

Kritisch bewertet der Prüfer die geringen Investitionen. „Abschreibungen und Investitionen sollten sich die Waage halten. Das ist beim Solepark nicht der Fall“, so der Prüfer. Demnach liegt der Sanierungsbedarf bei rund 160 000 Euro. Investiert wurden nur 22 000 Euro, etwa in neue Pumpen und Computer. Die 2017 erfolgte Sanierung der Stützen war unzureichend: „Gutachten haben ergeben, dass weitere Sanierungsarbeiten in den nächsten Jahren an den Bindern zwingend notwendig werden.“ Ein Finanzierungsplan werde bereits erarbeitet. Konkretere Angaben wollte man beim Solepark allerdings nicht machen.

Abschließend bescheinigte der Prüfer dem Solepark, seine Buchführung ordnungsgemäß erledigt zu haben.