Schönebeck l Seit Herbst 2019 befindet sich die Notaufnahme des Ameos-Klinkums Schönebeck am Standort Köthener Straße im Untergeschoss von Haus 1, direkt neben der Radiologie. Für 2,7 Millionen Euro hat der private Klinkbetreiber aus der Schweiz die Räumlichkeiten umgebaut. Doch wie läuft der Aufenthalt für Patienten in so einer Notaufnahme eigentlich ab? Was müssen sie beachten?

Anfahrt mit dem Pkw:

Patienten, die mit dem Auto kommen, nutzen die Zufahrt über „Am Randel“. Bei geschlossener Schrankenanlage ist die Klingel zu betätigen. In Richtung Eingang Notaufnahme befinden sich auf der rechten Seite drei ausgewiesene Besucherparkplätze für die Notaufnahme, die genutzt werden können. Wer zu Fuß in die Notaufnahme kommt oder in die Sprechstunde möchte, geht über den Haupteingang und nutzt den Fahrstuhl oder die Treppen ins Untergeschoss.

Die Anreiseart spielt bei der Patientenaufnahme keine Rolle, lediglich die Art und Schwere der möglichen Verletzungen beziehungsweise des möglichen Krankheitsbildes. Grundsätzlich werden bei der Anmeldung die Patientendaten erfasst, die gesundheitlichen Beschwerden oder die Verletzung eingeordnet und diese dann nach Schweregrad behandelt beziehungsweise versorgt. Im Fall einer notwendigen radiologischen Untersuchung muss die Befundung abgewartet werden. Unter Umständen kann dies einige Zeit in Anspruch nehmen.

Wer wird wann behandelt?

Die Fälle, die sich in der Notaufnahme melden, werden auf der Grundlage des „Manchester-Triage-Systems“ behandelt. Bei diesem System handelt es sich um einen internationalen Standard für Notaufnahmen, bei dem Patienten zunächst einer Ersteinschätzung durch eigens dafür qualifizierte Gesundheits- und Krankenpfleger unterzogen werden und dann, nach ihrer Dringlichkeit kategorisiert, nacheinander behandelt werden. Bei diesem System gibt es fünf Kategorien von sofort zu behandelnden Notfällen bis zu nicht dringenden Fällen.

Behandlungsmöglichkeiten Schönebeck:

In der Notaufnahme in der Köthener Straße werden momentan primär chirurgische Notfälle behandelt. Die Notaufnahme verfügt über einen Triageraum, einen septischen und einen aseptischen OP, einen vollausgestatteten Schockraum sowie Überwachungsbetten. Bis zur Zusammenlegung der beiden Klinikstandorte 2023 werden die internistischen Notfälle, wie beispielsweise ein Herzinfarkt, in der Inneren Klinik, Am Gradierwerk 3, behandelt. Dort befindet sich auch der kassenärztliche Bereitschaftsdienst der Krankenkassen.

Notaufnahme oder Bereitschaftsdienst?

Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst ist unter der 116 117 erreichbar und sollte kontaktiert werden, wenn der eigene Hausarzt keine Sprechzeit hat. Er kümmert sich um alle nicht lebensbedrohlichen Erkrankungen. Dazu zählen unter anderem Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Hautirritationen, Ohrenschmerzen, Harnwegsinfekte, Magen-Darm-Infektionen, Fremdkörper im Auge, Zeckenbiss, Bänderriss, Bänderdehnung, Hexenschuss, Verstauchungen, Schwindel, Migräne, Über- oder Unterzuckerung.

Der diensthabende Arzt wird Patienten immer eine Empfehlung zur Weiterbehandlung geben, eine entsprechende medikamentöse Behandlung verordnen oder, wenn erforderlich, eine Krankenhauseinweisung vornehmen.

Der Rettungsdienst und im Weiteren auch die Notaufnahme sind grundsätzlich bei allen lebensbedrohlichen Zuständen die Ansprechpartner. Das betrifft beispielsweise starke Brustschmerzen bezihungsweise Herzschmerzen, stark blutende Wunden, anaphylaktische Schocks, Vergiftungen, schwere Störungen der Atmung, Stürze aus großer Höhe (etwa Leiter oder Pferd) Bewusstlosigkeit oder erhebliche Bewusstseinseintrübungen, Verbrennungen, Verbrühungen oder Verätzungen, Unfälle mit abgetrennten Körperteilen.

Versorgung mit Getränken und Essen:

Im Wartebereich der Notaufnahme stehen ein Snackautomat und ein Getränkeautomat bereit. Auf Grund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Hygienemaßnahmen wurden die Automaten aber vorübergehend außer Betrieb gesetzt.