Schönebeck/Staßfurt l Was die Bildungsabschlüsse von Schülern im Salzlandkreis angeht, liegt dieser bei mancher Art Abschluss über dem Landesdurchschnitt, bei anderen deutlich darunter. Das geht aus der Sozialdatensammlung des Salzlandkreises hervor, die kürzlich veröffentlicht wurde. Unterteilt wird der Kreis in dieser nach Sozialräumen, die den Altkreisen aus denen der Salzlandkreis 2007 gegründet wurde, entsprechen.

• Grundschulen:

Gesamtheitlich betrachtet gibt es laut einer Prognose immer weniger Grundschüler im Kreis. Einzige Ausnahme bildet sozusagen zwischenzeitlich der Altkreis Staßfurt. Laut Prognose soll es hier im Schuljahr 2029/30 mehr Grundschüler geben als im vergangenen Schuljahr. Im Schuljahr 2036/37, dem am weitesten voraus prognostizierten Schuljahr, soll diese Zahl aber bei 1186 liegen und wäre somit geringer als im Schuljahr 2019/20 (1280 Schüler an Grundschulen). Die verhältnismäßig meisten Grundschüler gibt es im Altkreis Bernburg (31 Prozent), die wenigsten in der Region Aschersleben.

Schülerzahlen an Grundschulen im Salzlandkreis

• Sekundar- bzw. Gemeinschaftsschulen:

Abnehmende Tendenzen was Schülerzahlen angeht, sagen auch die Prognosen für die Sekundar- beziehungsweise Gemeinschaftsschulen in den vier betrachteten Sozialräumen voraus. Im Gegensatz zur den Grundschülern verteilen sich die Schülerzahlen von Sekundar- beziehungsweise Gemeinschaftsschulen im Landkreis mit Blick auf die Sozialräume sehr gleichmäßig (Bernburg und Schönebeck jeweils 26 Prozent, Aschersleben und Staßfurt jeweils 24 Prozent).

• Gymnasien:

Was Gymnasiasten angeht, so soll es von ihnen laut Prognose im Vergleich zu heute in zehn Jahren mehr geben – durchgängig in allen Sozialräumen. Doch genauso soll es im Schuljahr 2036/37 im Landkreis in allen Altkreisen letztlich weniger Gymnasiasten geben als im vergangenen Schuljahr. Besonders viele Gymnasiasten gibt es übrigen im Altkreis Schönebeck.

• Förderschulen:

Eine Prognose für die Schülerzahlen von Förderschulen für Lernbehinderte und solchen für geistig Behinderte wurde nicht erstellt. Dennoch ist zu sehen: Die Schülerzahlen haben in der Regel in allen Sozialräumen ab dem Schuljahr 2006/07 abgenommen, sind aber seit 2015/16 teils mehr, teils weniger wieder gestiegen.

Bildungsabschlüsse im Vergleich

Der Landesdurchschnitt von Schulabgängern mit Abitur liegt grundsätzlich über dem des Salzlandkreises. Konkret haben in Sachsen-Anhalt prozentual gesehen im Schuljahr 2018/19 30,33 Prozent der Schulabgänger das Abitur gemacht. Im Salzlandkreis waren es 26,82 Prozent. Für Abgänger mit erweitertem Realschulabschluss, regulärem Realschulabschluss und Hauptschulabschluss liegt der Landesdurchschnitt in Sachsen-Anhalt unter dem des Salzlandkreises, sprich im Kreis beenden mehr Schüler ihre Schullaufbahn als im Landesdurchschnitt mit einem dieser Abschlüsse. Ganz ohne Abschluss verlassen haben im Schuljahr 2018/19 die Schule im Landkreis im Vergleich zum Bundesland prozentual gesehen weniger Schüler. Während dies im Land nämlich durchschnittlich 11,61 Prozent sind, sind das im Salzlandkreis 10,30 Prozent.