Biere l Wo einst der Bürgermeister von Biere, Peter Buchwald, in seiner Jugend ein kühles Bad nahm, watscheln heute die Enten und Gänse. Der kleine Teich in Biere, der von allen liebevoll „Sumpf“ genannt wird, dient nun seit Jahrzehnten als kleines Naherholungsgebiet in der Ortschaft der Gemeinde Bördeland. Von Beginn an kümmern sich ehrenamtliche Helfer um den Erhalt der Anlage, damals noch unter der Federführung von Kurt Richter.

1992 wurde der Teich in einer ersten großen Aktion entschlammt und eingezäunt. Danach konnten auch zahlreiche Tiere in die kleine Anlage an der Welsleber Straße einziehen. Seitdem ist sie Anziehungspunkt für viele Familien mit ihren Kindern.

Seit 2013 ist auch der Förderverein Biere unter der Leitung von Peter Buchwald mit im Boot und investiert jährlich viel Geld in den Erhalt und die Sanierung der Anlage. „Wir haben uns für mindestens zwölf Jahre dem Projekt ,Sumpf‘ verschrieben“, erinnert sich Buchwald.

Förderprogramm unterstützt Projekt

Mit Hilfe des Förderprogramms Leader (deutsch: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) der Europäischen Union konnte damals eine Summe von rund 140.000 Euro in das in die Jahre gekommene Kleinod investiert werden. „Mit dem Geld konnten wir dann eine Voliere und eine Futterküche bauen“, erklärt Buchwald. Hinzu kam auch eine Anlage für Ziegen und Winterunterkünfte für die anderen Tiere.

Jetzt laden Bänke zum Verweilen und Beobachten der Tiere ein. „Viele Senioren nehmen hier mit ihren Enkeln Platz und begutachten die verschiedenen Vogelarten in den Volieren“, freut sich Buchwald über die positive Resonanz der Bürger. Auch die Erzieher und Kinder der Kindertagesstätte Bördespatz schauen ab und an bei den Tieren vorbei. Neu hinzugekommen sind vor kurzem kleine Häuschen für die Enten, Gänse und Schwäne der Anlage. Diese sollen im Frühjahr dann noch mitten auf dem Teich aufgestellt werden, um den Tieren einen Unterschlupf und Rückzugsort zu bieten. Außerdem wurde die Beleuchtungsanlage erneuert, die Fontänen und der Springbrunnen haben eine neue Pumpe bekommen. Zu der Artenvielfalt des „Sumpfes“ gehören unter anderem auch Tauben, Puter, Wellensittiche, Fasane und Zwergziegen, die erst vor kurzem Nachwuchs bekamen.

Ohne ehrenamtliche Hilfe geht es nicht

Um die zahlreichen Tiere und die Pflege der Anlage kümmern sich Achim Ebeling und Thomas Pakofski – und das ehrenamtlich. Achim Ebeling ist selbst begeisterter Taubenzüchter und kennt sich sehr gut mit der Pflege von Vögeln aus. „Ohne die Hilfe von Achim und Thomas wäre das Projekt so nicht möglich“, bedankt sich Buchwald für die Unterstützung. Als Dankeschön veranstaltet der Förderverein Biere regelmäßige „Sumpf“-Feste samt Grillabend für die Unterstützer.

Der Förderverein ist noch für die nächsten sechs Jahre für den „Sumpf“ verantwortlich und möchte sich weiterhin für den Erhalt, zum Beispiel durch die Erneuerung der Wege, einsetzen.