Schönebeck l Die Arbeit des Städtepartnerschaftsvereines Schönebeck hat neue Fahrt aufgenommen - und das in mehrfacher Hinsicht: Neben den intensiven Kontakten zu den Partner- und Freundschaftsstädten nach Niedersachsen, der Türkei und nach Litauen konnten mehrere neue Vereinsmitglieder hinzugewonnen werden. Aktuell sind es 25 Frauen und Männer aus der Region des Altkreises Schönebeck. Darüber informierte Markus Baudisch, Vorsitzender des Vereines, auf der jüngsten Mitgliederversammlung.

Vor allem die noch recht jungen Beziehungen nach Trakai (Litauen) wurde auf ein festes Fundament gesetzt und stellten den Schwerpunkt der Vereinsarbeit im Jahr 2018 dar. Nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung vor genau einem Jahr zwischen dem Landkreis Trakai und der Stadt Schönebeck folgte in diesem Jahr ein reger Austausch. So waren Schönebecker im Frühling zum traditionellen Stadtfest nach Trakai eingeladen, eine Delegation aus Litauen besuchte im Frühherbst die Elbestadt. Diese Visite war nur umzusetzen, weil die Europäische Union, Sponsoren aus Schönebeck, aber vor allem zahlreiche Gastfamilien die Kooperation unterstützten. „Ziel war es, den Traikaiern unser Stadt und unsere Vereine vorzustellen. Wir wollen nun Folgeaktivitäten initiieren: beispielsweise im Sport und in der Jugendarbeit“, erklärte Markus Baudisch während der Mitgliederversammlung.

Sportlicher Austausch

Dem Städtepartnerschaftsverein liegt inzwischen eine Liste aus Trakai vor, auf der alle derzeit 36 Vereine aufgeführt sind. Die Präsidenten von Union 1861 Schönebeck signalisierten unlängst ihr Interesse an einem sportlichen Austausch. Aus diesem Grund ist im nächsten Jahr ein erneutes Treffen in Litauen geplant.

Einen soliden Kontakt gibt es nach wie vor nach Garbsen (Niedersachsen). Neben der gemeinsamen Sitzung der jeweiligen Vereinsvorstände gab es weiter Kontakte. Wie der Leiter der Arbeitsgruppe „Garbsen“, Helmut Huppertz, berichtete, soll es im nächsten Jahr einen Austausch von Kunst und Kultur auf der bürgerschaftlichen Ebene geben. „Dazu laufen derzeit intensive Gespräche“, so Helmut Huppertz.

Weitere Projekte geplant

„An die gute alte Zeit“ wollen die Mitglieder des Städtepartnerschaftsvereines zur Stadt Söke (Türkei) anknüpfen. Anfang Oktober war eine Gruppe mit Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) in die Partnerstadt eingeladen. „Auch die Söker bekundeten ihr Interesse, wieder einen Jugendaustausch aufzunehmen. Wir werden das nun prüfen und versuchen, über die Europäische Union Fördergelder zu bekommen“, so Markus Baudisch. Außerdem sollen weitere Projekte (Wirtschaft und Bildung) entwickelt werden.

Etwas ruhiger sind die Kontakte in die USA. Erst im Jahr 2020 ist wieder ein Treffen mit der Stadt Farmers Branch (Texas) geplant.

Kontakt nach Schweden

In der Prüfung ist derzeit auch noch ein Kontakt zur schwedischen Gemeinde Unnaryd. Diese besuchte in diesem Jahr ein Mitglied des Städtepartnerschaftsvereines und sprach mit dem dortigen Landrat. Im nächsten Jahr will Schönebecks Oberbürgermeister privat nach Unnaryd fahren, um den Landrat kennenzulernen und eine mögliche Freundschaft auszuloten.

Zum 1. Januar 2019 erlangt der Städtepartnerschaftsverein seine Gemeinnützigkeit. Dies ist vor allem beim Anwerben von Spendengeldern von Bedeutung. Außerdem zeigt sich der Städtepartnerschaftsverein für weitere neue Mitglieder offen, damit - wie gesagt - die Arbeit des Städtepartnerschaftsvereines Schönebeck noch weiter an Fahrt gewinnen kann.

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