Schönebeck (vs) l In Schönebeck ist eine 84-jährige Rentnerin durch Telefonbetrüger um 10.000 Euro gebracht worden. Wie das Polizeirevier des Salzlandkreises erklärt, hätten die Täter die Krisensituation rund um Corona ausgenutzt und die Dame mithilfe einer abgewandelten Form des Enkeltricks betrogen.

Den Polizeiangaben nach meldete sich ein eingeblicher Sparkassenmitarbeiter am Montag telefonisch bei der Frau, um eine angebliche Überweisung nach Rumänien zu prüfen. Er gab an, die Buchung zu stornieren und sich dann wieder bei ihr zu melden. Etwa eine halbe Stunde später klingelte das Telefon erneut und dieses Mal gab der Anrufer sich als Mitarbeiter des Landeskriminaldienstes aus. Er stellte Fragen zur angeblichen Überweisung.

Er sprach von einem Verdacht gegenüber korrupten Bankmitarbeitern und wies die 84-Jährige an, ihr erspartes Geld in diesen Krisenzeiten lieber zuhause als auf der Bank aufzubewahren. Die Frau kam dem nach und hob etwa 10.000 Euro ab, die sie dann am nächsten Tag gemäß der weiteren Anweisung an einen ihr unbekannten Mann übergab. Er würde das Geld sicher verwahren, sagte man ihr.

Erst drei Tage später meldete sie den Vorfall bei der Polizei.