Kleinmühlingen l Ein furchtbarer Unfall hat sich am Dienstagmittag auf der Landesstraße (L 65) zwischen Schönebeck und Calbe ereignet. Dabei erlitt eine Person tödliche Verletzungen. Ein achtjähriges Kind konnte von den Rettungskräften gerettet werden, es erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber aus Halle brachte das Kind in eine Klinik (der Magdeburger Rettungshubschrauber war gerade nicht verfügbar). Weitere Personen erlitten Verletzungen, die Polizei berichtet von insgesamt acht Menschen. Einige Unfallbeteiligte und Augenzeugen erlitten einen Schock und mussten ärztlich versorgt werden. Den Unfallhergang beschreibt Polizeisprecherin Grit Gollasch gegenüber der Volksstimme wie folgt: Gegen 12 Uhr beabsichtigte ein Autofahrer, der aus Richtung Schönebeck kam, nach links auf das Gelände einer Gärtnerei abzubiegen und hielt mit seinem Fahrzeug auf der Fahrbahn. Ein Autofahrer im Nachfolgeverkehr überholte das stehende Fahrzeug, geriet in den Gegenverkehr und stieß frontal mit einem Laster zusammen.

Woher die getötete Person sowie der beim Unfall verletzte Lasterfahrer stammen, konnte die Polizei kurz nach dem Unfall noch nicht sagen.

Mutter von zwei Kindern

Nach Volksstimme-Informationen soll es sich bei der getöteten Person um eine Calbenserin handeln, die Mutter von zwei Kindern ist. Das eine Kind soll der schwerverletzte achtjährige Junge sein. Das zweite, kleinere Kind war während des Unfalls offenbar nicht im Auto, was anfangs vermutet wurde. Offenbar durch die Wucht des Zusammenpralls wurde der Wagen gegen einen Baum geschleudert. Das Fahrzeug war völlig deformiert und kaum noch als Auto zu erkennen. Möglich ist auch, dass der Wagen zwischen Laster und Baum geriet. Dass der Achtjährige daraus noch lebend gerettet werden konnte, grenzt an ein Wunder. Zwei Mitarbeiterinnen des Gartencenters waren kurz nach dem Unfall vor Ort und sollen bei der Rettung des Kindes geholfen haben, so ein Augenzeuge.

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Die Landesstraße 65 war stundenlang zwischen dem Abzweig Kleinmühlingen und dem Abzweig Zens voll gesperrt. Ein Unfallseelsorger war ab 14 Uhr vor Ort.