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Stadtgeschichte Warum Calbe vor 170 Jahren königstreu war

Die Calbenser zeigten sich von der Aussicht auf ein Deutsches Reich vor mehr als 170 Jahren wenig erfreut. Dafür gab es zahlreiche Gründe.

Von Dieter Steinmetz Aktualisiert: 28.03.2024, 12:07
Ein Luftbild von Calbe.
Ein Luftbild von Calbe. (Archivfoto: Olaf Koch)

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Calbe - Der Calbenser Heimathistoriker Dieter Steinmetz erinnert hier im zweiten Teil der Ereignisse vor mehr als 170 Jahren an die Bestrebungen, einen deutschen Staat zu gründen. Mit dabei war damals ein Calbenser Arzt. Wilhelm Loewe engagierte sich. Eine Straße trägt heute seinen Namen. Dieter Steinmetz geht zurück in das Jahr 1848 und beschreibt hier die Situation: In dieser Situation fand am 6. August 1848 in Calbe eine städtische Feier des Magistrats und der neu gegründeten Bürgerwehr zu Ehren der „begonnenen Einheit“ Deutschlands statt. Die offiziellen Festtagsreden in Calbe auf dem Marktplatz und dem Schlossanger wurden durch Pfiffe und Geschrei unterbrochen. Die Arbeiter der Papierfabrik und der Saalemühle sowie ärmere Tuchmacher riefen den zahlreich versammelten Calbensern zu, sich mit ihnen gegen die Beschlüsse der Frankfurter Nationalversammlung zu erheben. Nichts geschah. Abends kam es zu blutigen Zusammenstößen mit der mit Hieb- und Stichwaffen ausgerüsteten Bürgerwehr. Zwölf Aufrührer wurden verhaftet und zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt.