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Benefiz Egeln hilft, Kinderhospiz braucht aber weiter Spenden

Am diesjährigen Tag der Kinderhospizarbeit riefen Kommunalpolitiker der Egelner Mulde auf Initiative von Sven Rosomkiewicz zur Unterstützung dieser Einrichtung auf.

Von René Kiel 12.02.2026, 12:35
Der Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr (3.v.l.), seine Fachbereichsleiter sowie die Mitglieder des Hauptausschusses des Verbandsgemeinderates warben vor einer Sitzung auf Initiative des Landtagsabgeordneten Sven Rosomkiewicz (Mitte) für die Unterstützung der Kinderhospizarbeit.
Der Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr (3.v.l.), seine Fachbereichsleiter sowie die Mitglieder des Hauptausschusses des Verbandsgemeinderates warben vor einer Sitzung auf Initiative des Landtagsabgeordneten Sven Rosomkiewicz (Mitte) für die Unterstützung der Kinderhospizarbeit. Foto: René Kiel

Egeln. - Am diesjährigen Tag der Kinderhospizarbeit, der am 10. Februar 2006 vom Deutschen Kinderhospizverein ins Leben gerufen wurde und seitdem jedes Jahr stattfindet, hat der Landtagsabgeordnete Sven Rosomkiewicz (CDU) zur Unterstützung dieser wichtigen Einrichtungen aufgerufen. Der Politiker, der auch Bürgermeister von Borne und CDU-Fraktionschef des Verbandsgemeinderates der Egelner Mulde ist, nutzte die Sitzung des Hauptausschusses am vergangenen Dienstagabend im Egelner Rathaus dazu, um auf die Ziele dieses besonderen Tages aufmerksam zu machen.

Dazu gehört es, die Inhalte der Kinder- und Jugendhospizarbeit und ihre Angebote stärker in der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu verankern, Menschen von der Sinnhaftigkeit ehrenamtlichen Engagements zu überzeugen und finanzielle Unterstützer zu gewinnen. Zudem sollen das Thema „Tod und Sterben von jungen Menschen“ enttabuisiert werden und die Menschen insbesondere an diesem Tag solidarisch an der Seite betroffener Familien sein.

Dafür holte Sven Rosomkiewicz vor der Beratung als Multiplikatoren die Ausschussmitglieder, also seine Bürgermeisterkollegen der Mitgliedsgemeinden, den Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr (UWGE), den Verbandsgemeinderat Peter May sowie die Fachbereichsleiter der Verwaltung Sascha Josuns und Daniel Kasten ins Boot. Mit einem grünen Band setzten sie ein Zeichen für lebensverkürzend erkrankte Kinder, Jugendliche und ihre Familien und halfen damit mit, die Kinder- und Jugendhospizarbeit in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Das grüne Band ist das Symbol für den Tag der Kinderhospizarbeit.

„Kinder mit der Diagnose einer lebensverkürzenden Krankheit und deren Angehörige haben aus meiner Sicht eine besondere gesellschaftliche Aufmerksamkeit und Hilfe verdient. Ich unterstütze die Kinderhospizarbeit, weil sie für die Betroffenen mehr Lebensqualität und eine große Entlastung der Familie bringt und damit mehr Freude am Leben ermöglicht“, begründete der Landtagsabgeordnete seine Motivation.

Er ging mit gutem Beispiel voran, in dem er dem Bundesverband Kinderhospiz mit einer Spende unter die Arme griff.

Das taten vor ihm auch die Tarthuner Familien Palm, Tschisgale und Hamel. Sie sammelten im vergangenen Jahr in der Adventszeit insgesamt 327 Euro. Die Spendenbox überreichten René Palm und Frank Hamel in der Landeshauptstadt persönlich an die Leiterin des Kinderhospiz der Pfeiferschen Stiftung Magdeburg Franziska Höppner, die sich sehr über diese Unterstützung freute. Denn das Kinderhospiz ist für seine wichtige Arbeit auf private Spendengelder angewiesen, erfuhren die beiden Männer von ihr.

René Palm (r.) überreichte mit Frank Hamel  der Leiterin des Kinderhospiz Magdeburg, Franziska Höppner, die  Spendenbox.
René Palm (r.) überreichte mit Frank Hamel der Leiterin des Kinderhospiz Magdeburg, Franziska Höppner, die Spendenbox.
Foto: privat

Die drei Tarthuner Familien Palm, Tschisgale und Hamel organisieren seit vier Jahren immer in der Adventszeit einen privaten Weihnachtshof in der Klosterstraße des Dorfes. „Wir nutzen ihn immer dazu“, so René Palm, „um dort Spenden für einen guten Zweck zu sammeln. 2025 waren das Kinderhospiz, ein Tierheim und die Off Road Kids Magdeburg die Empfänger.“ Bei den Off Road Kids handelt es sich um die einzige bundesweit tätige Hilfsorganisation für Straßenkinder, junge Obdachlose und akut von Obdachlosigkeit bedrohte junge Menschen. „Diese Aktion wollen wir auch dieses Jahr fortsetzen“, kündigte René Palm an.

Weitere Infos dazu gibt es im Netz: www.kinderhospiz-magdeburg.de.