Prozessstart

Gewaltsamer Tod in Borne wird verhandelt

Am Landgericht in Magdeburg wird am Freitag ein Fall aus Borne verhandelt. Ein 56-Jähriger soll einen Mann getötet haben.

Borne/Magdeburg (am/vs) l Der gewaltsame Tod eines Mannes Mitte Mai in Borne wird ab Freitag vor dem Landgericht Magdeburg verhandelt. Nach Gerichtsangaben geht es um die Tatvorwürfe Totschlag und gefährliche Körperverletzung. Mit elf Zeugen und zwei Sachverständigen will die Strafkammer klären, wofür der 56-jährige Beschuldigte zur Verantwortung gezogen werden kann. Er selbst habe sich im Verfahren bisher zur Sache nicht geäußert, teilte die stellvertretende Landgerichtssprecherin Claudia Lanza-Blasig mit. Bis Anfang Dezember sind sechs Verhandlungstage geplant.

Am 16. Mai soll demnach eine ausufernde Auseinandersetzung zum Tod eines 49-Jährigen geführt haben. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, den Mann getötet und einen 29-Jährigen verletzt zu haben. Am Tattag habe er eine Geburtstagsfeier gestört, rechte Parolen gerufen sowie einen Dachüberstand beschädigt. Als ihn der Geschädigte und der später Getötete daran hatten hindern wollen, so die Gerichtssprecherin, habe er auf diese mit einem Messer eingestochen und dem Getöteten einen Stich in den Bauch versetzt. Die Obduktion hatte ergeben, dass der Mann an einer Durchtrennung der Körperschlagader durch Verbluten verstorben war.

Der Beschuldigte befindet sich laut Gericht aufgrund eines Unterbringungsbeschlusses derzeit im Maßregelvollzug. Es gebe Anhaltspunkte, dass er zum Zeitpunkt der Tat nicht schuldfähig gewesen ist. Sollte ihm die Tat nachgewiesen werden und er für die Allgemeinheit gefährlich sein, komme eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht.