Wirtschaftskonferenz

Altmärkische Wirtschaftsjunioren laden zur Konferenz auf dem Flugplatz in Stendal ein

Nachdem sie mehrmals verschoben wurde, stand die Mitteldeutsche Regionalkonferenz der Wirtschaftsjunioren (MIRKO) kurz vor der Absage. Nun findet die MIRKO auf dem Flugplatz Borstel bei Stendal statt.

Von Antonius Wollmann
Stefan Wolf (links) und Sebastian Weyl organisieren die Mitteldeutsche Regionalkonferenz der Wirtschaftjunioren in Stendal.
Stefan Wolf (links) und Sebastian Weyl organisieren die Mitteldeutsche Regionalkonferenz der Wirtschaftjunioren in Stendal. Foto: A. Wollmann

Stendal - Man könnte schlechte Metaphern bemühen. Zum Beispiel folgende: Nach einem Jahr des Stillstands und der Ungewissheit wollen die altmärkischen Wirtschaftsjunioren jetzt so richtig abheben. Der Veranstaltungsort für ihre am 26. Juni stattfindende Mitteldeutsche Regionalkonferenz (kurz MIRKO) - der Flugplatz Borstel – lädt nun mal dazu ein.

Aber für alberne Witze ist die Sache ein bisschen zu ernst. Wegen der Corona-Pandemie stand das Treffen des Netzwerks von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mehrmals auf der Kippe, erzählt Stefan Wolf. Der Kalbenser Versicherungskaufmann ist der Landesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren und Leiter des Organisationsteams.

Auf seinem Poloshirt ist noch von der MIRKO 2020 die Rede. „Der ursprüngliche Termin im Mai 2020 fiel hinein in den Beginn der Corona-Pandemie. An eine Großveranstaltung war damals nicht zu denken“, sagt Stefan Wolf. Sogar eine komplette Absage stand im Raum, nachdem der erste Ersatztermin der dritten Corona-Welle zum Opfer gefallen war.

„Es war nervenaufreibend, ständig auf die Inzidenz zu schauen und zu hoffen, dass die Zahl endlich sinkt“, erinnert sich der Organisator daran, wie es war, als die Entscheidung über die Ausrichtung drängte. Schließlich setzte sich die Meinung durch, es ein letztes Mal zu versuchen. Der Zuspruch der Interessenten gibt den Entscheidern recht. Nach kurzer Zeit waren die 250 Tickets, die zur Teilnahme berechtigen, vergriffen.

Doch natürlich wird die MIRKO 2021 ganz anders ablaufen als geplant. Das Programm ist etwas zusammengeschmolzen. Statt an drei Tagen kommt man nur noch an einem zusammen. „Die Besichtigung von altmärkischen Firmen, um die Wirtschaft der Region vorzustellen, ist leider nicht möglich“, sagt Stefan Wolf. Das ließen die Hygieneregeln nicht zu. Er hoffe trotzdem, dass die Gäste die Zeit finden, um sich das Umland ein wenig anzuschauen.

Geändert hat sich der Ort des Geschehens an. Weil der Campus der Hochschule Magdeburg-Stendal an der Osterburger Straße nur bedingt Corona-tauglich ist, fragte man bei der Flugplatzgesellschaft an. Die war sofort offen dafür, ihr weiträumiges Areal am Stadtrand zur Verfügung zu stellen.

Hier wird sich alles konzentrieren. Vor einem der Hangars wird eine Bühne aufgebaut sein, dazu gibt es diverse Möglichkeiten, um sich zu entspannen und den Rednern zu lauschen. Zutritt erhält nur, wer unmittelbar vor dem Gelände negativ aufs Coronavirus getestet wird. „Unter Hygiene-Gesichtspunkten ist der Flugplatz ideal“, sagt Mitorganisator Sebastian Geschäftsführer IHK-Geschäftsstelle in Salzwedel. Dessen Begeisterung steigt von Tag zu Tag: „Man merkt, dass sich alle extrem darauf freuen, sich wieder persönlich treffen.“

Man könnte fast meinen, dass die Wirtschaftsjunioren richtiggehend beflügelt sind von dieser Aussicht. Aber auf schlechte Metaphern wird an dieser Stelle bekanntlich verzichtet.