Stendal l Ferien, Fachkräftebedarf und Fortbildungen haben den Arbeitsmarkt im August bestimmt. Dieses Fazit zog die Agentur für Arbeit mit der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen am Donnerstag (30.8.2018). Danach sind im Agenturbezirk aktuell 8399 Frauen und Männer ohne Job. Die Arbeitslosenquote ist auf 8,2 Prozent gesunken. Nachdem Arbeitgeber 285 neue Arbeitsstellen gemeldet hatten, gibt es im Agenturbezirk zum Monatsende 1764 offene Stellen. Gesucht werden insbesondere Fachkräfte im Bereich Maschinenbau und Betriebstechnik (58 Stellen), Berufskraftfahrer (55 Stellen), Verkäufer (50 Stellen), Schweißer (46 Stellen) sowie Fachkräfte im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege (45 Stellen).

Die Schlagworte Ferien, Fachkräftebedarf und Fortbildungen ordnet Torsten Narr, Leiter der Agentur für Arbeit Stendal, so ein: "Der Arbeitsmarkt in der Altmark verlor in den Ferien saisonbedingt die gewohnte Dynamik, weshalb die Arbeitslosenzahl im August nur leicht gesunken ist. Die Nachfrage der Arbeitgeber bewegt sich weiterhin auf einem hohen Niveau." Besonders deutlich werde die Situation in den medizinischen und Pflegeberufen sowie in den Mechatronik-, Energie- und Elektroberufen. "Ein Blick in die aktuellen Arbeitsmarktdaten für die Altmark verrät, dass in manchen Berufsbereichen sogar weniger als ein Arbeitsloser auf eine Stelle kommt", so Narr.

Arbeitsagenturchef empfiehlt Weiterbildung

Der Chef der Stendaler Arbeitsagentur ermutigt deshalb Unternehmen, Beschäftigte und Arbeitsuchende, in ihre Weiterbildung zu investieren. Dabei unterstützt die Arbeitsagentur nicht nur Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitnehmer, sondern auch ältere und gering qualifizierte Beschäftigte.

"Für die Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten haben wir im vergangenen Jahr insgesamt etwas mehr als 3,5 Millionen Euro ausgegeben. Im aktuellen Jahr steht der Stendaler Arbeitsagentur wieder ein Gesamtvolumen von rund 3,5 Millionen Euro zur Verfügung. Geld, das wir weiterhin in die Zukunft eines jeden Einzelnen investieren wollen", berichtet Narr.

Auch für Ältere lohnen sich Weiterbildungen. Die Arbeitsmarktlage sei so gut wie lange nicht. Immer mehr Unternehmen geben auch Bewerbern jenseits der 50 eine Chance bei der Bewerbung, denn bis zum Eintritt in die Altersrente sind es meist noch viele Arbeitsjahre. "Die Qualifizierung ist somit eine Win-win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Dem Arbeitnehmer kann durch eine Fortbildung der Wiedereinstieg in die letzte Berufsphase gelingen oder seine Beschäftigungsfähigkeit im Betrieb erhalten, der Arbeitgeber bekommt oder behält eine gut ausgebildete Fachkraft mit Lebenserfahrung", so Narr.