Stendal l Die Aktion „Nen Euro für die Vielfalt“ des Scheunenladens der Familie Stallbaum in Stendal war ein Erfolg. „Rund 120 Gläser Honig ernteten wir und gut die Hälfte ist schon verkauft“, sagt André Stallbaum im Gespräch. Der Honig stammt aus dem 5000 Quadratmeter großen Blühstreifen hinter dem Scheunenladen. Die Familie möchte in diesem Jahr die Aktion fortsetzen.

Um den Honig überhaupt ernten zu können, die Artenvielfalt der Insekten zu unterstützen und anderen Tieren einen Lebensraum zu geben, stellte die Stallbaums im September 2019 Blühboxen in ihren Laden. Kunden konnten immer wieder Geld hinein werfen. Nach einiger Zeit öffnete André Stallbaum die Boxen. Es kamen 961,09 Euro zusammen. Die Unternehmen rundete den Betrag auf 1000 Euro auf. Das Versprechen: Pro fünf Euro einen Quadratmeter Blühfläche.

Im April wurde unter anderem Phacelia, auch Bienweide genannt, gesäht. Sie bietet eine reiche Pollen-und Nektarquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. In der Mitte des Streifens stand der Bienenkasten, erklärt André Stallbaum. Am Ende des Sommers erntete ein Imker den Honig, sodass der goldene Saft seit kurz vor Weihnachten im Scheunenladen verkauft wird.

Ein Euro für Aktion

Um am Ende diesen Jahres wieder Honig anbieten zu können, stehen seit einigen Tagen im Laden wieder Blühboxen. Außerdem geht pro verkauftes Honigglas ein Euro an die Aktion. „Daher kostet der Blühstreifenhonig 5,90 Euro“, begründet der 31-jährige Landwirt.

André Stallbaum glaubt aber nicht, dass die Summe von 1000 Euro in diesem Jahr wegen Corona zusammenkommt. „Daher werden wir großzügig aufrunden“, verspricht der junge Mann mit. Wie groß der neue Blühstreifen wird, hängt von den Spenden und vom Verkauf des Honigs ab. Der Streifen soll zwischen zwei Obstplantagen die Biotope miteinander vernetzten, erklärt Stallbaum. Die Landwirte planen wieder Mitte April, wenn der Frost vorbei ist, Phacelia zu sähen.