Stendal (ru/fru) l Bei Minusgraden Brände zu löschen, bedeutet für Einsatzkräfte stets eine besondere Herausforderung. An diesem Wochenende sind die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Stendal gleich zweimal gefordert gewesen. Ernüchternd: Beide Mal gehen die Experten von vorsätzlicher Brandstiftung aus.

So am Freitag, 5. Februar, als gegen 16 Uhr in der Hanseallee eine Gartenlaube lichterloh in Flammen steht. Das Grundstück, das mit Gestrüpp überwuchert ist, liegt in Nachbarschaft zur Bäckerei Wetzel. Nach Volksstimme-Informationen soll der verwilderte Garten im Wohngebiet Stendal-Süd ein beliebter Tummelplatz von Jugendlichen sein. Der angrenzende Plattenbau ist unbewohnt.

Die Polizei geht laut Mitteilung davon aus, dass das Feuer mit Brandbeschleunigern gelegt wurde: Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen aufgenommen; Tatverdächtige seien bereits bekannt.

Rauch im Wohnblock

Zwölf Stunden später, am Sonnabend, 6. Februar, gegen 4 Uhr, wird die Feuerwehr in das Wohngebiet Stadtsee gerufen. Diverse Löscharbeiten in einem Wohnblock in der Stadtseeallee sind bereits erledigt. Die Kameraden der Stendaler Feuerwehr kontrollieren hingegen mit einer Wärmebildkamera, ob sich noch irgendwo Glutnester befinden. Zuvor, um 2 und gegen 3.40 Uhr ist dort die Polizei bereits aktiv.

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Wie die Beamten mitteilen, seien durch aufmerksame Bewohner starker Rauchgeruch im gesamten Hausaufgang und ein brennendes Stück Pappe im Keller gemeldet worden. Mit diesem sei augenscheinlich versucht worden, ein Kellerabteil in Brand zu setzen. Als im Laufe der nächsten Stunden derselbe Keller und umliegende Gebäudeeingänge des mehrstöckigen Wohnhauses erneut überprüft werden, sei festgestellt worden, dass an mehreren Stellen versucht wurde, Feuer zu legen. Deshalb habe die Polizei mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet.