Stendal l Pünktlich um 14 Uhr ist am gestrigen Mittwoch in Stendal das für die Altmark erste Fieberzentrum eröffnet worden. Ein halbes Dutzend Menschen wartete, um sich auf eine Infizierung mit den Coronavirus testen zu lassen. Wie sie, müssen alle anderen Testpersonen – es gestern insgesamt 56 Verdachtsfälle, darunter einige aus dem Landkreis Salzwedel, – nun bis zu 24 Stunden auf das Ergebnis der Abstrichprobe warten. Die Untersuchung erfolgt in einem Labor in Magdeburg.

Arztpraxen entlastet

Die Erleichterung, dass das Fieberzentrum in der Ladenzeile am Roland-Ärztehaus seinen Betrieb aufgenommen hat, stand Jörg Böhme im Gesicht geschrieben. „Ich bin so froh, dass die Last aus den Arztpraxen endlich raus ist und wir hier die Tests unter den erforderlichen hygienischen Sicherheitsbedingungen machen können“, sagt der Mediziner. Als Kreissprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) hatte der 52-jährige Arzt aus Stendal den Aufbau der Fieberambulanz am Wochenende in die Hand genommen. Mit Unterstützung anderer Ärzte, der Kreisverwaltung, dem Team vom Roland-Ärztehaus sowie der KV sei es gelungen, innerhalb weniger Tage die Spezialambulanz einzurichten.

Vorbehalten ist sie den Menschen, die aus den bekannten Gründen davon ausgehen müssen, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben. Wichtig ist auch, betont Böhme, dass eine Empfehlung für den Test vom Hausarzt und/oder Gesundheitsamt vorliegt.

Verdachtsfälle haben Vorrang

„Wir müsseen uns in der Fieberambulanz auf die wirklichen Verdachtsfällen beschränken können, um die Ärzte und Schwestern, die hier freiwillig und zusätzlich zu ihrer Tätigkeit aushelfen, zu schonen“, sagt Böhme. Sein Fazit: „Die Arbeit in der Fieberambulanz ist ruhig angelaufen, die Belastung für das Teams, dass durchweg unter Vollschutz arbeiten muss, ist noch vertretbar gewesen.“

Die Fieberambulanz im Stendal ist fortan Montag bis Freitag von 14 bis 16.30 Uhr geöffnet und von der Albrecht-Dürer-Straße aus zu erreichen.