Mobile Jugendarbeit

Fabian Lehmann aus Tangermünde liebt seinen Job

Fabian Lehmann ist seit November Teil des Shalomhaus-Teams in Tangermünde. Zuständig für den Bereich der mobilen Jugendarbeit führt ihn seine Tätigkeit täglich an einen anderen Ort. Er ist immer in Aktion. Und das gefällt ihm.

Von Anke Hoffmeister
Fabian Lehmann (links) auf dem Bauspielplatz. Er hilft Nils Waclawczyk dabei, das Holz-Tipi weiter mit Brettern zu verkleiden.
Fabian Lehmann (links) auf dem Bauspielplatz. Er hilft Nils Waclawczyk dabei, das Holz-Tipi weiter mit Brettern zu verkleiden. Foto: Anke Hoffmeister

Tangermünde - „Ich habe Bock auf Aktionen. Hier bin ich richtig zufrieden. Die Arbeit ist mehr als okay.“ Das sagt Fabian Lehmann, wenn er über sein Tun im Tangermünder Shalomhaus spricht. Der junge Mann ist 23 Jahre alt und hat eine fünfjährige Erzieherausbildung absolviert.

Freies Arbeiten

Während dieser Zeit leistete er Praktika in verschiedenen Einrichtungen – arbeitete mit den Kleinsten in einer Schule und fuhr außerdem einige Jahre als Betreuer in Ferienlager mit.

Nach dem Abschluss seiner Ausbildung arbeitete der Tangermünder zunächst im Kinderheim. Im November vergangenen Jahres wurde er Teil des Shalomhaus-Teams. Für die mobile Jugendarbeit wurde jemand gesucht. Und Fabian Lehmann ist seitdem der Ansprechpartner für diesen Bereich.

„Dieses freie Arbeiten gefällt mir sehr gut“, nennt er einen Vorteil. Frei heißt: Bei allem, was er tut, kann er sehr flexibel sein. „Ich orientiere mich an den Wünschen der Kinder und Jugendlichen“, erklärt er. Seine Aufgabe ist es, sie anzuleiten, zu unterstützen, mit ihnen gemeinsam etwas zu kreieren, Erlebnisse zu schaffen. Und das passiert täglich an den Nachmittag in einem der Tangermünder Ortsteile und immer donnerstags von 14 bis 16 Uhr auf dem Bauspielplatz in der Rosa-Luxemburg-Straße von Tangermünde.

Forderer und Förderer

Hier ist Fabian Lehmann seit Beginn seiner Tätigkeit im Shalomhaus mit aktiv. Er kennt die Jungen und Mädchen, die hier gern mitmachen, inzwischen sehr gut. Er leitet sie an, wenn es darum geht, mit Säge, Akkuschrauber, Hammer oder Zollstock umzugehen. Wo seine Hilfe gebraucht wird, packt er mit an. Ansonsten dürfen sich die Kinder und Jugendlichen selbst entfalten. Es sind ihre Projekte, die hier an Form gewinnen. Und es ist auch ihre Entscheidung, wenn sie etwas wieder abreißen möchten.

„Im Frühjahr haben wir für unser großes Weidentipi die Äste in die Erde gesteckt“, berichtet der Erzieher über eines der Projekte auf dem Bauspielplatz. Fast alle haben Wurzeln geschlagen, grünen inzwischen, werden Äste bekommen und so im Laufe der nächsten Monate und Jahre miteinander verflochten werden können und damit ein grünes „Zelt“ bilden.

Zuhörer und Ratgeber

Wenn Fabian Lehmann in die Ortsteile fährt, dann hat er sein Auto voll mit Aktionsangeboten. Bälle, Bumerang, Frisbeescheiben und viele Dinge für Laufspiele bringt er mit. „Natürlich basteln und malen wir auch“, beschreibt er seine Angebote an die Kinder in den Dörfern. Doch das bestimme nicht die ganze Zeit. „Wir gehen raus, bewegen uns. Die Kinder sollen Spaß haben, eine schöne und entspannte Zeit verbringen. Jetzt, bei dem Wetter, sind Wasserbomben eine tolle Abwechslung“, weiß er.

Während er in Grobleben noch immer auf Kinder wartet, die mit ihm gemeinsam die Nachmittagsstunden verbringen möchten, läuft es in allen anderen Ortsteilen nach seiner Aussage „super“. Der Zuspruch sei sehr gut.

Zwischen all den Aktionen und dem Trubel ist Fabian Lehmann aber auch gern Ansprechpartner, Zuhörer und Ratgeber. Auch das gehört zu seinem Erzieherberuf. Und auch das macht er gern.