Weißewarte l Viele schwere Lkw transportieren Unmengen von lehmhaltiger Erde durch Weißewarte zu den Baustellen. Vor Ort wird das Material mit Raupen breitgeschoben und mit Walzen befestigt. Stück für Stück nimmt der mehr als fünf Kilometer lange Deich Form an. In einer Höhe zwischen 1,70 und drei Metern wird er künftig das Dorf vor Hochwasser schützen.

„Und das Hinterland“, betont Ortsbürgermeister Detlef Radke mit Blick auf benachbarte Ortschaften. Denn sei der Schutzwall fertig, seien auch diese Siedlungen sicher. Das Wasser werde sich im Ernstfall in den Gemarkungen verteilen, und zwar so, dass durch diesen Schutz andere Ortschaften nicht stärker als bisher gefährdet seien, versichert er. „Das ist gut investiertes Geld“, so Detlef Radke, der von einer Gesamtinvestitionssumme von knapp dreieinhalb Millionen Euro spricht. Bereits 2016 wurden mehrere hunderttausend Kubikmeter lehmhaltiger Boden angefahren. Im Mai des Vorjahres konnte mit dem Bau, eingeteilt in zwei Abschnitte, begonnen werden.

Wall zwischen Wald und Ortsrand fertig

Weil es auf der Strecke des ursprünglich ersten geplanten Abschnittes noch naturschutzfachliche und eigentumsrechtliche Fragen zu klären galt, wurde Abschnitt zwei zuerst in Angriff genommen. Bis in den Herbst hinein wurde bereits viel geschafft.

Nach der Winterpause rückten die Baufahrzeuge nun Mitte März wieder an. Der Wall, am Wald in Richtung Tangerhütte beginnend und die Straße bis zur Ortslage Weißewarte begleitend, ist bereits fertig. Aktuell sind die Arbeiten in Höhe der Parkstraße in Gange. Drei Überfahrten entstehen, zwei in der Parkstraße, eine als Weiterführung des Altmarkrundkurses in Richtung Tanger. Bis zum November soll der Deich, um Weißewarte herum bis zur Demkerschen Straße, fertig sein. Im kommenden Jahr wird Richtung Köckte weiter gebaut, bis es zum Zusammenschluss mit dem dort neu entstandenen Deich kommt.

Radke hält es für schlicht unmöglich, dass dieses Bollwerk gegen Hochwasser im Ernstfall bricht oder durchströmt wird. Dieser Deich sei sicher. Sicher sei allerdings auch, dass irgendwann wieder eine Flut die Region heimsuchen wird. Weil aber auch die Deiche an der Elbe in Richtung Sachsen immer sicherer werden, müsse auch oberhalb der Elbe investiert werden. „Hochwasserschutz ist eine Daueraufgabe“, so Radkes Fazit.