Tiergarten

In Stendal gibt es Nachwuchs: Wölfe, Nanduküken, Damwildkälbchen und zehn Schweinchen

Geradezu in eine tierische Kindertsube hat sich der Tiergarten in Stendal verwandelt. Es gibt Nachwuchs bei Nandus, Minischweinen und Damwild. Außerdem ist die wolflose Zeit vorüber.

Von Andreas König 22.07.2021, 17:08 • Aktualisiert: 22.07.2021, 17:20
Im Stendaler Tiergarten sind jetzt zwei Timberwölfe (Grauwölfe) zu bewundern.
Im Stendaler Tiergarten sind jetzt zwei Timberwölfe (Grauwölfe) zu bewundern. Foto: Andreas König

Stendal - Die Ruten der beiden Wölfe haben sich gesenkt. Das ist ein gutes Zeichen und bedeutet, sie haben sich beruhigt. Zwei Timberwölfe (Grauwölfe) gehören seit kurzem zum Bestand des Stendaler Tiergartens. „Wir haben sie aus dem Allwetterzoo in Münster bekommen“, sagt Tiergartenleiterin Anne-Katrin Schulze. Die beiden Tiere sind jedoch nicht etwa grau, wie der Name vermuten lässt, sondern haben eine schöne beige-braune Fellfärbung. Noch sind sie in der ehemaligen kleinen Bärenanlage untergebracht, aber wenn sie erst einmal heimisch geworden sind, erhalten sie ein größeres Gehege.

Die Leiterin des Stendaler Tiergartens, Anne Kathrin Schulze, beim Füttern des Damwildes.
Die Leiterin des Stendaler Tiergartens, Anne Kathrin Schulze, beim Füttern des Damwildes.
Foto: Andreas König

Während die beiden Isegrims – es sind übrigens Brüder – keinen Nachwuchs bekommen können, haben sich andere Tierarten fleißig vermehrt. Minischweinedame Isy und Partner Rocco haben am 26. Juni eine ganze Kinderschar begrüßen können: Zehn Minischweinchen erkunden jetzt das Gehege und sind rasch zur Stelle, wenn Anne-Katrin Schulze oder andere Mitarbeiter mit Futter vorbeikommen. Ähnlich fruchtbar geht es auch beim Damwild zu. Sieben Kälbchen sind zwischen dem 7. Juni und dem 16. Juli geboren. Die Kleinen halten sich noch etwas abseits, wenn die Fütterung beginnt, aber das dürfte sich bald ändern.

Hier brütet der Hahn: Bei Nandus geht es sehr emazipiert zu

Sehr emanzipiert geht es bei den Pampas-Straußen zu, besser bekannt als Nandus. „Bei ihnen, wie bei allen Laufvögeln, besorgt der Hahn das Brutgeschäft“, erklärt Anne-Katrin Schulze. Dieses Verhalten sei genetisch so angelegt. Daher kann man nicht von einer Rabenmutter sprechen, eher schon von einer Pfauin, denn das Nanduweibchen dränge sich gern in den Vordergrund. Um die Jungen zu schützen, werden Papa Nandu und die Küken derzeit noch getrennt von der Mama untergebracht.

„Die Leute haben eine große Sehnsucht, wieder einmal rauszukommen“, sagt die Leiterin. In der kommenden Woche ist täglich von 10 bis 11 Uhr „Ponyreiten mit Kerstin“. Das sei vor allem bei vielen Kindern sehr beliebt, sagt die Chefin. die Kinder Daneben gibt es viel zu sehen und zu hören im Stendaler Tiergarten. Von großen bis zu ganz ganz kleinen Tieren.

Bei den Minischweinen im Stendaler Tiergarten hat sich Nachwuchs eingestellt. Mutter Isy hat zehn Ferkel zur Welt gebracht.
Bei den Minischweinen im Stendaler Tiergarten hat sich Nachwuchs eingestellt. Mutter Isy hat zehn Ferkel zur Welt gebracht.
Foto: Andreas König
Nandu-Nachwuchs im Tiergarten: Der Hahn betreibt die Brutpflege.
Nandu-Nachwuchs im Tiergarten: Der Hahn betreibt die Brutpflege.
Foto: Andreas König