Bölsdorf l Was sich im Naturschutzgebiet Elsholz­wiesen zwischen Bölsdorf und Buch abgespielt hat, wo das Nabu-Elbezentrum Wasserbüffel angesiedelt hat, ist noch unklar. Tierschützer sprachen am Sonntag davon, dass sechs Tiere gestorben seien, und schilderten auf der Volksstimme-Facebook-Seite, dass die Tiere nicht mehr aus dem Wassergraben herauskommen würden. Dr. Peter Neuhäuser, beim Naturschutzbund (Nabu) für das Projekt zuständig, bestätigte am Abend, dass zwei Tiere tot geborgen worden sind. Die Todesursache ist bislang noch unklar.

Warum so viele im Wasser?

Dass vier oder fünf der Tiere am Tag ins Wasser gehen, sei normal. Seit drei Monaten sei das Areal offen, die Tiere haben immer Zugang zum Wasser. „Irgendetwas muss passiert sein, dass diesmal so viele ins Wasser gegangen sind. Vielleicht hat sie etwas aufgeschreckt“, so Neuhäuser. Die Wasserbüffel hätten jederzeit die Möglichkeit, das Wasser zu verlassen. Sonntag wurde eine zusätzliche Ausstiegsstelle geschoben. Bis zum Abend hatten fünf Tiere das Wasser verlassen, vier waren noch drin.

Eine Gefahr bestehe nicht, dies sei mit Amtstierarzt Dr. Thoralf Schaffer abgestimmt worden. Darum wurden keine Maßnahmen wie der Einsatz von Technik eingeleitet. Neuhäuser war am Morgen von der Rettungsleitstelle informiert worden, nachdem Feuerwehren zur Tierrettung ausgerückt waren. Laut Polizei liege kein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor.