Landkreis Stendal l Unbesetzte Stellen, zu viele Aufgaben, schlechte Ausstattung, schlechte Bezahlung – das war die Zustandsbeschreibung für die Gesundheitsämter Sachsen-Anhalts Mitte Juli dieses Jahres.

Die Stendaler Volksstimme wollte daraufhin von der Stendaler Landkreisverwaltung wissen, wie es um das hiesige Gesundheitsamt bestellt ist. Das Kurzfazit: nicht viel besser als in den anderen fachgleichen Ämtern. So macht sich derzeit durchaus ein Personalmangel bemerkbar (auch durch Teilzeit und Mutterschutz).

Überstunden angehäuft

„Diese Situation wird sich in den nächsten Wochen noch verschärfen, da eine Mitarbeiterin in den Ruhestand geht, die Unterstützung durch die Corona-Kontaktpersonen-Ermittler des RKI im September endet und die Mitarbeiter ihre im März und April angefallenen Überstunden bis zum Jahresende mit Freizeit ausgleichen müssen“, erklärt Amtsärztin Dr. Iris Schubert.

Zusätzliche Stellen

Wie Patrick Puhlmann (SPD) erklärt, würden in der Gesundheitsaufsicht jetzt „zusätzliche Stellen geschaffen. Wir suchen händeringend mehrere Gesundheitsaufseher. Der Landkreis ist auch bereit, geeignete Personen zu Hygienefachkräften weiterzubilden.“ Die Ausschreibungen dazu sollen in den nächsten Tagen auf der Landkreis-Internetseite veröffentlicht werden.

Der Bund hat zudem einen „Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ angekündigt, damit selbiger ab 2022 personell und technisch besser ausgestattet wird. „Diese Ankündigung muss auch umgesetzt werden, damit die Pandemie keine zusätzlichen Löcher in den Haushalt des Landkreises reißt“ so Puhlmann.

Den vollständigen Text lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Stendaler Volksstimme vom 7. August 2020 oder im E-Paper der Volksstimme.