Grieben l Im Februar 2017 war es, als Bürgermeister Andreas Brohm mit großen Bauplänen und einem Fördermittelbescheid in die Griebener Kita kam und verkündete: Es könne endlich saniert werden. Die für die Einheitsgemeinde ausgereichten Stark-V-Mittel des Landes flossen zur Hälfte - mit rund 700.000 Euro nach Grieben und was damit geschaffen wurde, das kann sich wirklich sehen lassen.

Damals – im Februar – war der vierjährige Noah so ergriffen von der Bedeutung dieser Ankündigung, dass er unbedingt mit dem Bürgermeister Sekt trinken wollte. Versprochen war versprochen und so stießen beide – Noah ist inzwischen fünf – am Freitag mit einem Gläschen Kindersekt auf die tolle, neue Kita an.

Alle sehr aufgeregt

Aufgeregt war übrigens nicht nur Noah, sondern auch alle anderen Kinder und auch ihre Erzieher. „Als wir am ersten Tag hier aufgeschlossen haben, da konnten die Kinder den Mund nicht mehr zumachen, weil es so schön war“, erzählte Leiterin Heike Langner bei der Einweihung.

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Von einem aufregenden Weg in die neue, kindgerechte und schöne Kita sprach sie und sagte „Es ist eine gute Basis, auf dem Dorf groß zu werden und es ist gut, dass unsere Kita so gut gefüllt ist“. Vor allem für letzteren Beitrag dankte sie allen Eltern. Aber auch den beteiligten Bauunternehmen, dem Planer, der Verwaltung und der Ortschaft, die die Ausstattung der Räume mit modernem Mobiliar unterstützt hatte, dem Stadtrat der sich für das Projekt entschieden hatte, sowie dem Elternkuratorium und ihrem Team dankte Heike Langner. Und nicht zuletzt hob sie auch den Bauhof und den Hausmeister hervor, die „zweimal mit uns umgezogen sind – mit zehn Frauen wohlgemerkt, die alles immer gleich haben wollten“.

Viele Begleiter

Auch Projektpartner und Wegbegleiter wie der Naturschutzbund (Nabu) und das Zentrum für Ökologie, Natur- und Umweltschutz in Buch, das seit vielen Jahren mit der naturnah ausgerichteten Kita zusammenarbeitet, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die das Waldfuchsprojekt immer wieder mit begleitet, waren eingeladen.

Ebenso Essensversorger Magnus Urban, der die Vollversorgung mit gesunden Lebensmitteln und auch Extrawünschen möglich macht, und auch die Lebenshilfe als Partner eines kooperativen Berufsbildungsprojektes, in dessen Rahmen Spielsachen von Menschen mit Behinderung und mit den Kindern zusammen repariert werden.

Eingeladen war auch Malte Fröhlich, Spielplatz-Künstler, der in den kommenden Monaten mit den Kindern zusammen mit Kindern und Erziehern ein tolles, naturnahes Spielgerät entwickeln will. Eine erste Idee hatten die Kinder schon in einem Modell aufgebaut und sammelten für die Umsetzung Spenden.

„Dieser Spielplatz wird nach und nach wachsen - so wie die Kinder eben auch“, sagte Heike Langner. Unterstützung gab es zur Einweihung, die gleichzeitig ein Tag der offenen Tür war, von den Landfrauen der Elbgemeinden, die reichlich gebacken hatten und natürlich von „Tante Mike“ (Mike Schiersmann), früher selbst Mitarbeiter der Einrichtung und noch heute gerne als Helfer mit im Einsatz.

Ein Jahr lang ausgelagert

Ortsbürgermeisterin Rita Platte freute sich ebenso über die neue, schöne Einrichtung wie alle anderen Gäste, darunter viele Stadtratsmitglieder und Ortschaftsräte und wünschte ihr ein „superlanges Bestehen“. Bürgermeister Andreas Brohm erinnerte an die „Reise“, die vor drei Jahren mit den ersten Planungen begonnen habe und dankte Eltern, Erziehern und auch dem Mitarbeiter-Team im Rathaus für den gelungenen Ablauf.

Ein Jahr lang war die Kita nach Bittkau ausgelagert gewesen, für die Zeit der Umzüge mussten zusätzliche Schließzeiten organisiert werden und das verlangte auch von den Eltern einige Flexibilität. Doch am Ende scheint sich das alles gelohnt zu haben, denn die Begeisterung der Besucher war am Tag der Einweihung in den Gesichtern zu sehen.

Und so manches Schulkind, wie Melina, Jane und Eva (acht und neun Jahre alt), wünschte sich doch glatt, noch einmal in diese Kita zurückkehren zu können. Große, dicke Kuschelkissen, ein Therapieraum mit Vogelnestschaukel, ein Trinkbrunnen im Flur, eine Bühne zum Verkleiden und mehr beeindruckten alle. Und neben vielen tollen Geschenken und Dankesworten gab es am Freitag auch eine ganz besondere Überraschung: Eine zusätzliche Strophe für das „Griebener Lied“, das in der Kita „Waldesrand“ schon seit vielen Jahren gesungen wird und das die Kinder für ihre Gäste anstimmten, erklang zum ersten Mal.

„Die neue Kita steht nun da, wir findens alle wunderbar! In Bittkau wars ja auch ganz schön, doch jetzt könn‘ wir unsren Wald wieder sehn“, sangen sie und: „Ist denn die Elbe immer noch dieselbe?, fragt sich die Mühle und wundert sich...“