Das kostet es ab Mitte nächsten Jahres

Erwachsene: 4 Euro

Kinder und Jugendliche vom vollendeten 3. Lebensjahr bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, Schüler, Studenten, Auszubildende, Personen im freiwilligen sozialen Jahr und Schwerbehinderte: 2 Euro

Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Grundsicherung: 3 Euro

Mitgeführte Hunde: 2 Euro

Familienkarte (zwei Erwachsene, zwei Kinder): 10 Euro, jedes weitere Kind 2 Euro

Gruppen mit mindestens zehn Personen: 3,50 Euro pro Erwachsenem, 1,50 Euro pro Kind und Jugendlichem

Sonderaktion (Führung, Veranstaltung): 1 Euro pro Person zusätzlich zum Eintrittspreis

Reduzierter Eintrittspreis (am Aktionstag): 3 Euro pro Erwachsenem, 1,50 Euro pro Kind und Jugendlichem

Jahreskarten (ohne Sonderaktionen)

35 Euro pro Erwachsenem, 20 Euro für Kinder und Jugendliche vom vollendeten 3. Lebensjahr bis zum vollendeten 18. Lebensjahr, Schüler, Studenten, Auszubildende, Personen im freiwilligen sozialen Jahr und Schwerbehinderte, Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Grundsicherung

Neu geplant bei den Eintrittspreisen:

Familien-Jahreskarte (zwei Erwachsene, zwei Kinder):

60 Euro

Jahreskarte für die Mitnahme eines Hundes: 15 Euro

Stendal l Dass die seit Jahren konstanten Eintrittspreise moderat erhöht werden sollten, darin waren sich die Mitglieder des Stadtrates einig. Darum wurde die neue Gebührensatzung auch einstimmig (bei zwei Enthaltungen) beschlossen – allerdings mit überwiegend geringeren Preisen, als sie von der Stadtverwaltung vorgeschlagen worden waren. Die Vorlage aus dem Rathaus sah in einigen Posten sogar mehr als eine Verdopplung vor.

Beispiel: Eine einfache Erwachsenen-Karte sollte von jetzt drei Euro auf fünf Euro angehoben werden, eine ermäßigte Karten für Kinder, Studenten und anderen von einem Euro auf 2,50 Euro. Die Fraktion Freie Stadträte Stendal/Bürger für Stendal hatte während der Beratungen einen Alternativvorschlag eingebracht – und genau der fand die Zustimmung des Rates.

Neuer Kiosk soll Attraktivität erhöhen

Die gab es zudem für einen von der AfD-Fraktion erst während der Ratssitzung eingebrachten Änderungsantrag. Dessen Inhalt: Die neuen Eintrittspreise sollen nicht ab dem 1. Januar 2021 gelten, sondern erst ab dem 1. Juli 2021. Dann sei vermutlich der neue Kiosk fertig und die Gebührenerhöhung könnte mit der gestiegenen Attraktivität begründet werden, sagt der Fraktionsvorsitzende Arno Bausemer.

Mit dem zusätzlichen Eintrittsgeld soll der Kostendeckungsgrad erhöht werden. Mit diesen Einnahmen – im Schnitt kamen zuletzt jährlich rund 114 800 Euro beim Eintrittsgeld zusammen – konnten in den vergangenen Jahren rund 14 Prozent der Gesamtkosten gedeckt werden.

Einnahmen des Stendaler Zoos

Die neuen Eintrittspreise werden den Prozentsatz auf jeden Fall erhöhen und damit den Zuschussbedarf aus dem Stadthaushalt senken. Mit den von der Stadtverwaltung ursprünglich vorgeschlagenen Steigerungen bei den Eintrittspreisen war ein Deckungsgrad von rund 35 Prozent angestrebt worden. Rechnet man weitere Einnahmen, zum Beispiel aus Werbung, Spenden, Veranstaltungsaufschlägen, Verkauf von Vorräten und Tierverkauf hinzu, konnte in den vergangenen drei Jahren ein Deckungsgrad von durchschnittlich 21 Prozent erzielt.

Im Schnitt hat der Betrieb des Stendaler Tiergartens in den vergangenen Jahren rund 907 000 Euro pro Jahr gekostet. Im Jahr 2019 hatte der Stendaler Tiergarten 52 873 zahlende Besucher, im Jahr davor waren es 53 085 Gäste.