Groß Rodensleben l Langsam setzte sich am Sonnabendvormittag auf dem Festplatz bei Kuthes Mühle der große Umzug durch Groß Rodensleben in Bewegung. Etwa 100 Zugmaschinen von historischer bis zu modernen Bauart zogen zum Teil Leutewagen mit froh gelaunten Einwohnern durch das Dorf. Darunter eine Abordnung der örtlichen Kindertagesstätte „Bussi Bär“ mit Leiterin Ilka Nachtigall an der Spitze. Viele Groß Rodensleber verfolgten am Straßenrand das Spektakel und winkten dem vorbeiziehenden Umzug zu.

Einer der aufmerksamen Beobachter des Umzugs war der Groß Rodensleber Ortsbürgermeister Jürgen Wichert. „Das ist das größte Erntedankfest in unserer Region. Die Bauern haben mit dieser Tradition vor 20 Jahren begonnen“, sagte er. Die Organisation lag in den Händen der etwa 30 Frauen und Männern des Heimatvereins Groß Rodensleben 1999 mit ihrem Vorsitzenden Silvio Lauenroth an der Spitze. Wichert lobte zudem den Einsatz der Kameraden der Groß Rodensleber Feuerwehr, die unter Führung von Ortswehrleiter Matthias Pomrenke während des Umzugs die Straßen abgesperrten und somit für die nötige Sicherheit sorgten.

200 Liter Erbensuppe

Nach dem Umzug bevölkerten die Besucher den Heimathof in der Bauernstraße. Sie ließen sich zur Mittagszeit Bratwürste, Steaks und Fleischfackeln schmecken, die die „Groß Rodensleber Grillfreunde“ über der Glut der Holzkohle zubereiteten. Gerd Brambora, Frank Richter, Uwe Krüper und Karl-Heinz Krahl an der Kasse sorgten für die Versorgung der Besucher. Seit fast 20 Jahren haben sich die Männer ihrem heißen Hobby am Grill verschrieben und versorgen die Besucher der Fußballspiele von Eintracht Groß Rodensleben mit Essen. Bei den Erntedankfesten sind die stets dabei. Köche des Heimatvereins hatten etwa 200 Liter Erbensuppe in der Gulaschkanone zubereitet, die sich die Gäste mit und ohne Bockwurst schmecken ließen.

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Derart gestärkt machten sich nach dem Mittagessen viele Besucher des Erntedankfestes zu einem nahe gelegenen Acker auf. Dort hatten die stolzen Besitzer der Traktoren ihre „alten Schätze“ bereits aufgestellt, um mit Pflügen schnurgerade Furchen in den guten Bördeboden zu ziehen. Weiterhin standen Traktorpulling, Traktorwippen, Bäumeziehen und Tiefpflügen auf dem Programm. Das Fest ging am Sonntag mit Frühschoppen und Wettbewerben zu Ende.