Heimat- und Kulturverein "OtWaAuLingen" lud in und um die Kirche "St. Stephani"

Erstes Erntedankfest stimmungsvoll und trotz Dauerregens gut besucht

Von Mandy Ganske

Das erste Erntedankfest für die Großgemeinde Ausleben lockte am Sonntag trotz Regens zahlreiche Gäste zur Ottleber Kirche "St. Spehani". Sie erlebten einen ökumenischen Gottesdienst und einen Nachmittag mit Auftritten, leckerem Kuchen und einem Kürbiswettbewerb.

Ausleben. Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche "St. Stephani" begann das erste Erntedankfest für die gesamte Gemeinde Ausleben. Organisiert hatte den bunten Nachmittag der erst kürzlich gegründete Heimat- und Kulturverein "OtWaAuLingen". Die Pfarrer Martin Schulz und Christoph Sperling richteten ihre Worte zum Erntedankfest an die Besucher. "In landwirtschaftlich geprägten Gemeinden wie unserer kann man die Abhängigkeit von der Natur stärker wahrnehmen als mancher Stadtmensch", sagte Pfarrer Sperling. Und damit die Menschen beim Erntefest sehen konnten, was unmittelbar in ihrer Region geerntet worden war, waren mit Liebe fürs Detail verschiedene Gemüse und Obst vor dem Altar drapiert: Wirsing, Rotkohl, Gurken, Rüben, Mais, Weizen und Kartoffeln. Überhaupt war das Gotteshaus durch Kirche und Heimatverein herbstlich geschmückt. Dazu passte der bunte Liederstrauß, den die Singegemeinschaft Warsleben im Anschluss an den Gottesdienst präsentierte – allerdings in der Kirche und nicht, wie geplant, davor. Schuld war der Dauerregen, weshalb die Organisatoren auch auf eine Anlage für Musik vor der Kirche verzichten mussten.

Davon ließ sich keiner die Stimmung vermiesen. Das Programm der Singegemeinschaft war eine gelungene Mischung aus modernen Liedern wie "Hungriges Herz" von der Musikgruppe "MIA" oder Klassikern wie "Es war so schön mit Dir" oder "Für mich soll‘s rote Rosen regnen". Wunderbar leiteten die Sängerinnen zum Kaffeetrinken und Kuchenessen über, als sie unter der musikalischen Leitung von Hartmut Sievert "Aber bitte mit Sahne" anstimmten. Und als die Besucher hinausströmten, um ein gemütliches Plätzchen unter einem der Pavillions zu ergattern, lag das Lied manchen noch im Ohr. Siegrun Morgenthal und Karin Barheine vom Heimatverein gaben den leckeren Kuchen aus. Und wer es dann schon deftiger wollte, der erhielt von den Heimatvereinsmitgliedern Clemens Friedrich, Matthias Klings und Frank Peters Leckeres vom Grill. Unterdessen war noch ein Auftritt mit Tänzen der Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte "Schloss Trautenburg" zu erleben. Und die Heimatvereinsmitglieder boten selbst gebastelte Kürbisfiguren und kleine Erntekronen zum Kauf an – insgesamt eine beschauliche, gemütliche Atmosphäre. Ein Kürbiswettbewerb rundete den Tag ab. Damit hat der Heimatverein wohl seine Feuertaufe bestanden. Das jedenfalls bescheinigten ihm die Besucher dieses ersten Erntedankfestes. "Sie haben sich sehr viel Mühe gegeben", meinte zum Beispiel Heidi Dawid aus Ottleben begeistert. Und Kirsten Barthelt aus Ausleben befand: "Die Darbietungen waren super."

Der Heimatverein will auch im nächsten Jahr ein Erntedankfest organisieren. Vorsitzender Heinz Morgenthal erklärte den Gästen darüber hinaus, dass es dem Verein vor allem um das Weitertragen von Traditionen und der Brauchtumspflege gehe. Derzeit engagieren sich 14 Mitstreiter. "Weitere sind gern gesehen", forderte Heinz Morgenthal zum Mitmachen auf.