Domersleben l Dass die Jecken vom Domersleber Carnevals Club (DCC) mit Gesang und Tanz richtig Stimmung machen können, ist bekannt. Und dem stehen sie auch in ihrer 48. Session unter Regentschaft von Prinzessin Anna-Maria I. und Prinz Tobias I. in nichts nach. In den ersten beiden Veranstaltungen dieser Session haben sie die Bühne im Domersleber Kulturhaus bereits zum Beben gebracht.

Das Publikum feierte kräftig mit, so als ob es es gar nicht hätte abwarten können, dass das Prinzenpaar die närrischen Gesetze verliest. Damit war nicht nur die Kussfreiheit gegeben, sondern auch der Startschuss dafür, bei den Liedern lauthals mitzusingen und mit Applaus für die Bühnendarsteller nicht zu sparen.

Große Stars aufleben lassen

Und das hatten sich die Sänger, Tänzer, Sketchdarsteller und alle, die im Hintergrund an dem Programm gestrickt hatten und für einen reibungslosen Ablauf sorgten, auch verdient. Nach unzähligen Proben seit Beginn der fünften Jahreszeit am 11. 11. brillierten sie mit lustigen Liedern, mit turbulenten Tänzen und mit Texten, die die Lachmuskeln auf das Äußerste strapazierten. Dabei hatten sie auch keine Kosten und vor allem Mühen gescheut, die großen Stars aufleben zu lassen. Wer kann auch schon den Toten Hosen und den Ärzten den Wunsch abschlagen, wenn nicht zurück nach Westerland, aber zurück in die Börde, nach Domersleben, zu wollen?

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Natürlich wurden die Toten Hosen und die Ärzte von den Eigengewächsen des DCC gedoubelt, ebenso wie im Outfit von Michael Jackson und unter den Perücken von „Tina Turner in allen Lebensphasen“ DCC-ler steckten. „Nachdem die Mädels im vergangenen Jahr den Udo Lindenberg auf die Bühne geholt haben, mussten wir nachziehen“, begründete Jens Köhler als „hochhackige“ Tina. Auch alle anderen sechs Tinas waren Männer, die genau wussten: „Ab heute ham die Frauen Recht“.

Hot Boys geben ihr Debüt

Die Frauen mögen Recht haben, aber wenn es ums Tanzen geht, wollen die Jungen zumindest ein Wörtchen mitreden. Das haben sich wohl die „Tanzjungs“ oder besser „Hot Boys“ – alias Timo Mathiebe, Matthias Hausfeld, Steve Päsler und Willy Heinrich – gedacht, als sie über die Bühne „fegten“ und so ihr Debüt gaben. Die nächste Generation rückt nach.

Das gefällt nicht nur den Tanzmädchen, sondern auch den gestandenen DCC-Jecken wie den Stimmungssängern, den legendären Strickfrauen, Justav und Elise, die das Platt auf der Domersleber Karnevalsbühne pflegen, oder den Bänkelsängern. Es bleibt spannend, wie sich der Domersleber Karneval entwickelt. Sicher wird aber das diesjährige Motto „Laut und mit Radau – Börde helau!“ dabei keine untergeordnete Rolle spielen.

Mehr Veranstaltungen im Februar

Wer das diesjährige Programm noch einmal sehen möchte, hat dazu am 9. Februar ab 20 Uhr im Groß Rodensleber Gemeindesaal Gelegenheit. Auch zur Schafstalldisko zum Sessionsabschluss am 23. Februar ab 20 Uhr sind die Freunde des Karnevals willkommen.