Wanzleben/ Klein Rodensleben l Zwei Mal innerhalb von sieben Tagen haben die Folgen der Trockenheit die Klein Rodensleber Feuerwehr gefordert. Wie Ortswehrleiter Danny Theuerwasser sagt, galt es am 21. April gegen 18 Uhr einen Brand von Buschwerk am Wanderweg zwischen Hemsdorf und Groß Rodensleben zu löschen, den aufmerksame Bürger entdeckt hatten. Gemeinsam mit Kameraden der Feuerwehren aus Groß Rodensleben und Hemsdorf waren sie nicht ganz eine Stunde im Einsatz.

Buschwerk brannte

Etwas mehr als eine Stunde waren die Klein Rodensleber und Hohendodeleber Kameraden gefordert, als am Dienstag, 28. April, gegen 16.45 Uhr die Sirene ertönte. Erneut brannte Buschwerk, diesmal am Feldweg zwischen Klein Rodensleben und Domersleben.

Einsätze wie diese zeigen, dass auf die Feuerwehren der Stadt Wanzleben-Börde auch während der inzwischen seit sieben Wochen andauernden Corona-Pandemie Verlass ist. Das bestätigt auch der Stadtwehrleiter Burkhard Wegner. 22 Einsätze unterschiedlicher Art haben die Einsatzkräfte der 13 Ortsfeuerwehren mit Stand von gestern Vormittag seit dem 11. März gefordert. Im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr bedeutet das einen leichten Anstieg der Einsatzzahlen, vorausgesetzt die Brandsicherheitswachen an Osterfeuern, die es in diesem Jahr nicht gab, werden von den Zahlen des Vorjahres abgezogen. Die Folgen der anhaltenden Trockenheit in den vergangenen Wochen schlagen sich bis auf wenige Ausnahmen derzeit noch nicht sonderlich zu Buche.

Leichter Anstieg zum Vorjahr

Um den Schutz der Feuerwehrleute in Corona-Zeiten besser zu gewährleisten, werden die Fahrzeuge beim Ausrücken derzeit nicht voll besetzt. „Das heißt zum Beispiel für ein Löschgruppenfahrzeug, dass statt der eigentlich neun Kameraden nur sechs mitfahren“, so Burkhard Wegner. Zusätzlich werden die Mannschaftstransportfahrzeuge eingesetzt, um weitere Einsatzkräfte zur Einsatzstelle zu bringen und die erforderliche Einsatzstärke zu gewährleisten.

Besondere Schutzmaßnahmen sind erforderlich, wenn die Feuerwehren zur Tragehilfe für den Rettungsdienst angefordert werden und ein Corona-Verdacht vorliegt. Dafür haben die Rettungswagen laut Burkhard Wegners Aussage vier Mal Schutzausrüstung an Bord, die die Feuerwehrkameraden dann anlegen können. „Bei Einsätzen dieser Art sind die Feuerwehren aber angehalten, nur mit maximal vier Einsatzkräften auszurücken“, fügt er an.

Ausbildung auf Null gesezt

Die Ausbildung ist, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, weiterhin auf Null gesetzt. Die Klein Wanzleber Kameraden zeigten sich aber besonders findig und führen Ausbildungsmaßnahmen per Videokonferenz durch. Ebenso tauscht sich die Stadtwehrleitung einmal monatlich online aus. Um die Einsatzbereitschaft auch für die Technik sicherzustellen, prüfen die Kameraden der Ortswehren in Zweierteams regelmäßig die Gerätschaften.