Remkersleben l Als erste der 13 Ortsfeuerwehren der Stadt Wanzleben Börde veranstaltete am Freitagabend die Freiwillige Feuerwehr Remkersleben im Bürgerhaus ihre Jahreshauptversammlung. Ortswehrleiter Andreas Uhde, der auch stellvertretender Stadtwehrleiter Wanzlebens ist, konnte dazu als Gäste neben seinen Kameraden Remkerslebens Ortsbürgermeister Christian Becker und Wanzlebens Stadtwehrleiter Burkhard Wegner begrüßen.

Nach einer Schweigeminute für verstorbene Kameraden ergrifft Andreas Uhde das Wort, um in seinem Jahresbericht die Einsätze und Ereignisse des vergangenen Jahres rund um die Remkersleber Ortsfeuerwehr in Erinnerung zu rufen.

Wie er sagte, begannen die Einsätze der Remkersleber Wehr im Jahr 2017 bereits kurz nach dem Jahreswechsel. Kurz nach 0 Uhr wurden die Kameraden alarmiert und zu einem Heckenbrand in den Mühlenplan nach Klein Wanzleben gerufen. Wenig später dann der erste Einsatz im eigenen Dorf. Eine verirrte Silvesterrakete drohte in einem Remkersleber Haus einen Dachstuhl in Brand zu setzen. Der Eigentümer konnte das zunächst kleine Feuer selber löschen, so dass die Feuerwehr nicht mehr groß eingreifen musste.

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Sechs Einsätze mehr als 2016

Bis zum Jahresende rückten die Remkersleber Kameraden zu 31 Einsätzen aus. „Das waren sechs Einsätze mehr als im Jahr 2016“, stellte Uhde fest. Mit zwölf Einsätzen verursachte der Sturm am 5. Oktober und Folgeeinsätze am Tag danach die meiste Arbeit für die Remkersleber, die im Rahmen der örtlichen Einsatzleitung in Wanzleben mit den Aufgaben betraut wurden. Ebenso waren die Remkersleber Kameraden im März beim Großbrand in einer Wertstoffrecylinganlage in Groß Rodensleben im Einsatz. Insgesamt leisteten die Remkersleber Feuerwehrleute im vergangenen Jahr 247 Einsatzstunden. Hinzu kamen 873 Stunden bei 45 Ausbildungseinheiten sowie bei weiteren Veranstaltungen im Dorf.

Besonders hob Uhde in seinem Bericht die Kameraden Robert Schildt und Patrick Köppe hervor. Die beiden aktiven Einsatzkräfte machten sich bereits 2016 für die Wiederbelebung der Jugendfeuerwehr in Remkersleben stark. „Das war ein voller Erfolg“, freute sich der Feuerwehrchef. Mittlerweile hat die Jugendfeuerwehr zehn Mitglieder, fünf Mädchen und fünf Jungen. Gerade die Jugendabteilung sei für die Nachwuchsgewinnung für die aktive Einsatzabteilung besonders wichtig. Durch den Wegzug von aktiven, ausgebildeten Kameraden leide die Remkersleber Feuerwehr unter einem Personalschwund. Mit Stand Ende Dezember 2017 verfügt die Ortsfeuerwehr über 36 Mitglieder, wovon 15 ihren aktiven Einsatzdienst leisten. Mit drei Mädchen und sechs Jungen verfügen die Remkersleber zudem über eine Kinderfeuerwehr. „Ich wünsche uns auch 2018 gemeinsame Aktionen, die unser Wir-Gefühl stärken“, schloss Uhde seinen Bericht.

Remkerslebens Ortswehrleiter Andreas Uhde beförderte Jan Pleschinger zum Oberfeuerwehrmann. Auch ehrte er Hans-Jürgen Slotta für seine 20-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr und Axel Ohlhoff für seine 10-jährige Dazugehörigkeit.

Erfolgreiche Jugendarbeit

Wie Remkerslebens Jugendwart Robert Schildt in seinem Bericht stolz erwähnte, haben alle Mitglieder der Nachwuchsabteilung im März in Eggenstedt die Stufe eins der Jugendflamme erfolgreich abgelegt. Zu den Aktivitäten der Jugendwehr gehörten zudem regelmäßige Ausbildungsstunden, die Teilnahme am Zeltlager am Löderburger See und die Teilnahme an Wettkämpfen. Bei den Verbandsmeisterschaften im „Löschangriff nass“ erreichten die Remkersleben von 20 Mannschaften einen guten siebenten Platz. Kurze Zeit später kamen sie in Dreileben bei den Meisterschaften auf Stadtebene auf Rang fünf. Bei einem Orientierungsmarsch in Neindorf belegten die Remkersleber Platz 5 von 15 Teams.

Stadtwehrleiter Burkhard Wegner bedankte sich auch im Namen von Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos) für die hohe Einsatzbereitschaft der Remkersleber Feuerwehr.

„Dass wir als kleines Dorf über eine einsatzbereite Ortsfeuerwehr verfügen, ist schon bemerkenswert“, freute sich Remkerslebens Ortsbürgermeister Christian Becker. Er wünschte den Kameraden, dass sie nach ihren Einsätzen immer wieder wohlbehalten und gesund zu ihren Familien zurückkehren.