Wanzleben l Die Stadt Wanzleben erhält in diesem Jahr exakt 138.480 Euro für die Fortsetzung des Stadtumbauprozesses. „Mit der Förderung wollen wir die Kommune dabei unterstützen, städtebauliche Missstände zu beseitigen und attraktiv für Menschen aller Altersgruppen zu bleiben“, sagte Sachsen-Anhalts Bauminister Thomas Webel (CDU) in Wanzleben bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides an Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos). Die von Bund und Land jeweils zur Hälfte bereitgestellten Mittel aus dem Stadtumbau-Programm seien für den Abriss von knapp 50 dauerhaft leerstehenden Wohnungen in der Mühlenstraße im Zuckerdorf Klein Wanzleben vorgesehen.

Wie Wanzlebens Bürgermeister Thomas Kluge sagte, sei die Stadt gezwungen, Wohnungen vom Markt zu nehmen und abzureißen, da der Leerstand der kommunalen Wohnungen auf Dauer hohe Kosten verursache. Mit dem Abriss der leer stehenden Blöcke werde zudem das Wohnumfeld in diesem Bereich des Zuckerdorfes Klein Wanzleben verbessert. Zudem freue sich Kluge über diese „haushaltsneutrale“ Förderung, die den Etat der Stadt Wanzleben nicht durch eine nötige Cofinanzierung belaste. Die Umsetzung des Rückbaus der Wohnblöcke sei für das Jahr 2018 geplant.

Rathaus mit Fördermitteln saniert

Kluge nutzte die Gelegenheit, um Bauminister Thomas Webel und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Manfred Behrens die Teile des historischen Wanzleber Rathauses zu zeigen, die auch unter dem Einsatz von Fördermitteln aus dem Städtebau jüngst umgebaut wurden. Dazu zählte das Standesamt, in dem demnächst wieder Trauungen stattfinden können. Auch wurden etliche Büroräume im alten Rathaus unter den Gesichtspunkten des Denkmalschutzes saniert. Zudem soll der Eingangsbereich repräsentativ gestaltet werden

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Für die Förderung der städtebaulichen Entwicklung in Sachsen-Anhalts Kommunen stehen in diesem Jahr insgesamt rund 96,8 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Nach Auskunft von Thomas Webel steuern Bund und Land davon jeweils die Hälfte bei.

„Mit dieser Förderung schaffen wir eine wichtige Voraussetzung dafür, dem demografischen Wandel offensiv Rechnung zu tragen“, sagte der Minister. Es sei zwingend notwendig, die Städte und Gemeinden an die Bevölkerungsentwicklung und die sich verändernde Altersstruktur anzupassen. Darüber hinaus strahle die Städtebauförderung positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung und den Arbeits-markt aus, fügte er hinzu. „Viele Aufträge werden an einheimische Unternehmen vergeben, damit Arbeitsplätze in der Region gesichert und neue geschaffen“, hob Webel hervor. Jeder Förder-Euro ziehe ein Vielfaches an Investitionen nach sich.

Nach Webels Worten können die Programme „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, „Stadtumbau“ und „Städtebaulicher Denkmalschutz“ sowie „Kleinere Städte und Gemeinden“ damit auf hohem Niveau fortgeführt werden. Neu dazu gekommen sei in diesem Jahr erstmals das Programm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“, betonte der Minister.