Wanzleben l Kinder und Jugendliche der Stadt Wanzleben-Börde können aufatmen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird bis ins Jahr 2024 die Arbeit des Kinder- und Jugendzentrums „Tenne“ fortsetzen können. Ermöglicht wird dies durch einen neuen Vertrag mit der Stadt, über den der Stadtrat am Donnerstag, 12. Dezember 2019, abgestimmt hat. Schlussendlich erhielt die ursprüngliche Vorlage den Zuspruch, obwohl die neuen Konditionen im Vertrag und die Arbeit des DRK im Vorfeld von einzelnen Stadtratsmitgliedern kritisiert worden sind.

Bisher hat die Stadt Wanzleben-Börde der „Tenne“ 19.700 Euro im Jahr gezahlt. Dieser Zuschuss steigt 2020 auf 33.700 Euro. Damit sollen die Gehälter der beiden Mitarbeiter der „Tenne“ angepasst werden. Diese werden bisher weit unter Tarif bezahlt. Zusätzlich soll die Sacheinrichtung des Jugendzentrums erweitert werden.

Vertragslaufzeit bestimmt Fördermittel

Alle Zeichen standen darauf, dass der Vertrag um nur ein Jahr verlängert werde. Sowohl Haupt- als auch Finanzausschuss haben dem Stadtrat diese Variante empfohlen. Ein Vertrag mit einer solch kurzen Laufzeit hätte die Arbeit der „Tenne“ enorm erschwert, hatte Stephan Dill vom DRK im Vorfeld des Stadtrates immer wieder verdeutlich. Die Finanzierung des Kinder- und Jugendzentrums laufe zum großen Teil über Fördermittel, die man nur beantragen könne, wenn es die Sicherheit eines mehrjährigen Vertrages mit der Stadt gäbe.

„Für mich ist es unbegreiflich, etwas kaputtzumachen, was seit Jahren funktioniert“, sagte Gudrun Tiedge (Die Linke) im Stadtrat. Tiedge stellte vor Abstimmung über den Einjahresvertrag den Antrag, stattdessen doch über einen Vertrag mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 abzustimmen.

Mit Erfolg – denn der Stadtrat stimmte dem Antrag zu und kurz darauf auch dem Vertrag selbst. „Die Stadt hat sich für Kontinuität in der Kinder- und Jugendarbeit entschieden“, sagt der Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Wanzleben, Guido Fellgiebel. „Ich bin im Interesse unserer Mitarbeiter und Kinder und Jugendlichen beruhigt“, zeigt sich Fellgiebel erleichtert.

Bekenntnis zur Jugendarbeit

„Ich empfinde das als Bekenntnis der Stadt zur Jugendarbeit“, freut sich auch Stephan Dill über die Entscheidung. Lediglich der Zuschuss der Stadt Wanzleben-Börde habe für die nötige Sicherheit gefehlt. Finanzierung durch das Land Sachsen-Anhalt sei beispielsweise gesetzlich gesichert, erklärt Dill.

Bis Ende des Jahres 2024 könne das DRK nun Fördermittel beantragen, um die Arbeit der Tenne nicht nur zu erhalten, sondern auch weiterzuentwickeln.