Klein Rodensleben l Alles dreht sich um die Knolle, die der Verein in den Fokus gerückt hat. Am Sonnabend dominiert sie als herzhafter Leckerbissen, dient aber auch als Wettbewerbsgegenstand. Im Laufe des Tages werden mehr als zwei Zentner Kartoffelschmaus in allen erdenklichen Formen schmackhafter Zubereitung – als Bauernfrühstück, Kartoffelsalat, Kartoffelsuppe oder Kartoffelkäse – über die Theke gegangen sein. Renner sind die köstlichen Kartoffelpuffer, handverlesen und gerieben – echte Hausfrauenart eben. Auch Kürbis- und Zucchinisuppe oder Heringsstippe werden gern nachgefragt.

Als wahre Experten beim Pellen und Schnippeln haben sich Ursel König, Dorli, Krolik, Silvia Schmidt, Waltraud Bahtz und Jutta Volkhammer erwiesen. Flink werden die Knollen geputzt. Danach wandern sie in große Töpfe und harren der Weiterverarbeitung.

Schwerster Kürbis wiegt 62 Kilogramm

Der Festplatz Hinter der Kirche/Krugstraße ist am Sonnabend bereits um 12 Uhr fest in Händen der Klein Rodensleber. Auch viele Auswärtige haben den Weg ins Bördedorf gefunden. Grund: Es ist Mittagszeit, hungrige Mägen wollen gestopft werden. Alles ist vorbereitet für den Ansturm. Bereits am Freitag haben Verein und freiwillige Helfer vorgearbeitet, den Platz hergerichtet, für eine Schlechtwettervariante – ein großes Festzelt mit Bestuhlung – gesorgt. Bis zum Nachmittag spielt das Wetter mit, so dass auch das Erntewiegen von Kürbis, Zucchini, Kartoffel oder Karotte trockenen Fußes über die Bühne geht.

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Rekorde bleiben in diesem Jahr aber aus. Den Gewinnern winkt dennoch Bares. Vorjahressieger Jonas Horn bringt in diesem Jahr wieder den schwersten Kürbis auf die Waage. Mit 62 Kilogramm ist das Exemplar klare Nummer eins, verfehlt aber das Ergebnis des Vorjahres um satte 31,5 Kilogramm. Den zweiten Platz in diesem Wettbewerb sichert sich Waltraud Bahtz mit ihrem 33,5 kg schweren Kürbis. Jutta Volkhammer als Dritte bringt einen 23,7 kg schweren Kürbis auf die Waage.

Rennstrecke für Kinder aufgebaut

Auch im Wettbewerb um die stattlichsten Zucchinis hat Jonas Horn die Nase vorn. 4,6 kg vermeldet Wiegemeister Hauke Volkhammer dem Kampfgericht. Den Doppelsieger freut das Ergebnis, trägt es nämlich dazu bei, das Taschengeld des erfolgreichen Züchters aufzupeppen. Rang zwei geht an Finn Schulz (4,1 kg), Dritter wird Nils Hochbaum (3,8 kg). Das Rennen um die schwerste Kartoffel macht Nele Hochbaum. Ihre Knolle bringt es auf 900 Gramm.

Ab 15 Uhr werden Kaffee und Kuchen gereicht. Für das Kartoffelfest sind zwölf Kuchenbleche gebacken worden. Junge Festbesucher kommen derweil auf ihre Kosten. Dicht umlagert ist eine Rennstrecke. Auf Kiddycars brausen die Nachwuchsfahrer durch den Parcours. Beim Kinderflohmarkt werden gute Geschäfte gemacht.

„Wir haben ein tolles Fest erlebt. Schön, dass auch die umliegenden Dörfer wieder mit uns gefeiert haben“, freut sich Ursel König mit dem Verein.