Ummendorf l Viel Licht, aber auch nicht wenig Schatten breitete sich am ersten Adventswochenende rund um die Burg aus. Verlief der Lichtermarkt-Sonnabend nach Angaben des veranstaltenden Börde-Museums noch zufriedenstellend, fiel der Sonntag buchstäblich ins Wasser. „Der Regen hat uns am Sonntag einen ziemlichen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Interimsmuseumsleiterin Gesche Neumann.

Bezeichnend dafür waren die bedröppelten Gesichter einer Uelzener Reisegesellschaft, die am Sonntagnachmittag ziemlich enttäuscht den Bus für den Rückweg bestieg. Das Wetter hatte ihnen nicht allein die Marktlaune verhagelt: „Schade, es sind ja kaum noch Stände da“, bemerkte eine Seniorin. Tatsächlich waren Burghof und insbesondere Gutsstraße recht luftig besetzt. Schmerzlich von vielen Besuchern vermisst wurde etwa der Bäckerstand mit seinen frischen Ofenbrotsorten.

Es sei aktuell nicht einfach, Händler für die Traditionsveranstaltung rund um den Ummendorfer Burgfried zu gewinnen, erklärt dazu Gesche Neumann. Noch schwerer habe gewogen, dass kurzfristig mehrere Absagen von Händlern erfolgt waren – „das ist dann leider nicht mehr zu kompensieren“, so Neumann. Tag eins sei diesmal der deutlich stärkere gewesen; der Großteil der laut Börde-Museum insgesamt rund 3700 Marktbesucher habe sich am Sonnabend ins adventseröffnende Getümmel geworfen. „Das ist alles soweit positiv“, bilanziert sie und bedankt sich bei allen Helfern und Partnern für ihre Unterstützung.

Das Börde-Museum befindet sich nun in der Winterpause, bleibt bis Ende Januar geschlossen. Bestehenden Sanierungsplänen folgend, könnte dem Museum ab der zweiten Jahreshälfte wieder eine längere Schließzeit bevorstehen.