Ovelgünne/Eilsleben (vs) l Am Samstagmorgen (29. August) kam es gegen 9.30 Uhr auf den Bahngleisen in Ovelgünne (Landkreis Börde) zu einer Kollision eines Zuges mit zwei Pferden. Die beiden Pferde wurden dabei tödlich verletzt. Dies teilt die Polizei am Montag mit.

Ein drittes Pferd befand sich neben den Gleisen und konnte vom Besitzer wieder auf die Koppel geführt werden. Der involvierte Güterzug fuhr auf der Bahnstrecke von Magdeburg in Richtung Braunschweig, als der Lokführer in Ovelgünne die Pferde auf den Gleisen sah und sofort eine Schnellbremsung einleitete, einen Zusammenprall jedoch nicht mehr verhindern konnte. Die Bahnstrecke wurde sofort gesperrt.

An dem Zug entstanden Schäden, deren Schadenshöhe derzeit noch unbekannt ist. Warum die Tiere von der Koppel ausgebrochen waren, konnte im Nachgang durch den Besitzer der Pferde rekonstruiert werden. Von einem auf dem Nachbargrundstück stehenden Baum war eine Krone abgebrochen, auf den darunter stehenden Elektrozaun gefallen und hatte diesen beschädigt. Dadurch war die Koppel nicht mehr gesichert und die drei Pferde entwichen.

Wie die Polizei mitteilt, wurde die Bahnstrecke nach der Entsorgung der toten Tiere um 11.52 Uhr wieder freigegeben. Es kam bei zehn Zügen zu Verspätungen von insgesamt 257 Minuten. Die Bundespolizei wird nun ermitteln, wer für die entstandenen Schäden haftbar gemacht werden muss.