Osterweddingen l Ein Schnuppertag der zukünftigen Einschüler fand am Mittwoch in der Grundschule Osterweddingen statt. Kinder der Kindertageseinrichtungen „Gänseblümchen“ aus Sülldorf und „Wichtelland“ aus Dodendorf besuchten hierbei die Osterweddinger Bildungseinrichtung, in der sie zusammen mit den diesjährigen Erstklässlern zwei Unterrichtsstunden absolvierten.

„Die Kindergartenkinder haben das ganze Jahr über den ABC-Klub absolviert und sich mit Lehrern auf die Schule vorbereitet, und das ist der Abschluss“, meinte die Osterweddinger Schulleiterin Petra Meyer.

Erste Schreibversuche

Am Schnuppertag unternahmen die Jüngsten in einer Deutschstunde anhand einer Fibel erste Schreibversuche und hatten große Freude beim Ausmalen und Selberschreiben. Auch die dann folgende Mathestunde fand bei den baldigen ABC-Schützen großen Anklang. „Das Prinzip war, dass die Erstklässler ihnen erklärten, was sie machen sollten. Also von Kindern zu Kindern, und nicht durch die Lehrer. Hierbei war nützlich, dass sie alle einmal in einer Kita waren, hier im ländlichen Raum kennt man sich“, so Petra Meyer.

Bilder

Alle Grundschulen sind seit 2010 dazu verpflichtet, ein Jahr vor der Einschulung eine Kooperation mit den Kitas einzugehen, was inzwischen zur Normalität geworden ist.

„Die Zusammenarbeit mit den Kindergärten klappt bei uns besonders gut, weil Erzieher, Lehrer und Eltern auf Augenhöhe miteinander umgehen, und das ist nicht normal“, bemerkte diesbezüglich Schulleiterin Meyer.

Gute Zusammenarbeit mit Kitas

Ganz in diesem Sinne findet in diesem Jahr auch zum ersten Mal ein von der Osterweddinger Grundschule organisierter „Eltern-Schule-Dialog“ unter Einbeziehung der Kindergärten in Form eines Workshops in Bertingen bei Tangerhütte statt.

Oft kommt es zwischen Elternhaus und Schule aufgrund von unterschiedlichen Erwartungen und Wünschen, aber auch gegenseitigen Vorurteilen zu Missverständnissen, die nicht nur die Zusammenarbeit zwischen beiden, sondern auch die Lernentwicklung des Kindes beeinträchtigen können.

„Wir wollen daher aktiv in einen Eltern-Schule-Dialog treten und auch außerschulische Kooperationspartner einbeziehen.

Durch unterschiedlichste Aktivitäten möchten wir erreichen, dass Eltern und Lehrer miteinander ins Gespräch kommen und voneinander lernen, gemeinsam die Schule ihrer Kinder mitgestalten und sich gemeinsam über die besonderen Herausforderungen der heutigen Erziehung informieren. Eltern, Lehrer und Schüler sollen sich an ihrer Schule wohlfühlen können“, umschreibt Schulleiterin Meyer das Ziel des am 4. und 5. August stattfindenden Workshops.

Kinder sollen sich wohlfühlen

Und auch sonst werde in der Osterweddinger Grundschule eine Menge getan, damit die Jungen und Mädchen jeden Tag gern in ihre Schule kommen. Und seien nicht nur die verschiedenen Projekttage zu nennen. Dazu gehören auch vielfältige Aktionen nach Schulschluss, wenn die Grundschüler im Hort betreut werden.

Für mehr Spielspaß und Bewegung sorgten dieser Tage die Horterzieher, in dem sie den Pinsel schwangen und ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel, verschiedene Hüpfekästchen und ein Zweifelderball-Spielfeld auf den Schulhof aufzeichneten.

Kaum war die Farbe getrocknet, wurden die neuen Spielmöglichkeiten von den Hortkindern sofort begeistert ausprobiert.