Wanzleben l David Bednarz, Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Wanzleben, ist am Montagvormittag immer noch erschüttert. In der Nacht zum Sonntag haben noch unbekannte Täter das Gerätehaus mit Stahlkugeln beschossen. Mindestens fünf Fensterscheiben gingen zu Bruch. „Es hätten Menschen zu Schaden kommen können“, beschreibt er die möglichen Auswirkungen des Angriffs.

In der Nacht zum Sonntag haben die Feuerwehrangehörigen auf dem Hof der Wache gefeiert. David Bednarz wurde 40 Jahre alt und feierte vom Sonnabend in den Sonntag in seinen Geburtstag rein. Etwa 40 Gäste waren auf dem Hof versammelt und genossen den Abend. „Gegen 1.40 Uhr hat unser Kamerad Pepe Daus bemerkt, dass die Scheiben von Metallgeschossen getroffen waren“, sagte Bedanz zur Volksstimme. Damit war es zunächst mit der Feierlaune der Feuerwehrleute vorbei.

Schnell stellten sie fest, dass mindestens fünf Fensterscheiben am öffentlich zugänglichen Bereich des Feuerwehrgerätehauses zur Straße Am Burggraben hin von den Metallgeschossen getroffen wurden. Um 1.57 Uhr hat Bednarz die Polizei über den Vorfall informiert. Die Beamten seien sehr schnell vor Ort gewesen, um den Sachverhalt aufzunehmen. Sie ermitteln jetzt wegen Sachbeschädigung am Gerätehaus.

Sauer und fassungslos

„Doch nicht nur der Schaden macht uns stinksauer und fassungslos, denn hinter diesen Fenstern befinden sich Umkleidekabinen der Aktiven und Jugendfeuerwehr, ein Büro und unser Schulungsraum“, teilte die Feuerwehr Wanzleben mit. Der oder die Täter hätten billigend in Kauf genommen, dass Mitglieder der Feuerwehr hätten verletzt werden können. Die Verantwortlichen der Feuerwehr Wanzleben haben Anzeigen bei der Polizei erstattet und sind dankbar, wenn es sachdienliche Hinwiese aus der Bevölkerung an das Polizeirevier Börde geben würde, die zum Ergreifen der Täter führen.

Wanzlebens Stadtwehrleiter Burkhard Wegner hatte überhaupt kein Verständnis für diesen Angriff auf die Feuerwehr Wanzleben. „Ich kann nicht nachvollziehen, was in den Köpfen mancher Menschen vorgeht“, sagt er. Nach Einbrüchen in die Geräetehäusern der Feuerwehren in Seehausen und Klein Wanzleben frage er sich, was noch passieren solle, damit die Sicherheit der Bevölkerung in der Einheitsgemeinde nicht weiter gefährdet werde.