Videodreh in Klein Wanzleben

Veranstalter bringen Licht der Hoffnung in die Börde

Eine echte Perspektive haben die Veranstalter in der Region immer noch nicht, wenn es auch Erleichterungen gibt. Nun wollen sie per Internet-Video auf sich aufmerksam machen. Deshalb haben Dennis Mahr und Frank Lüers einen Dreh im Kirchgarten von St. Johannis in Klein Wanzleben absolviert. Dabei wurde das Gotteshaus in bunten Farben angestrahlt und in eine Show einbezogen.

Von Christian Besecke 05.07.2021, 15:04
Für den Videodreh der Veranstalter wurde die Klein Wanzleber Kirche per Lichtshow in malerische Farben getaucht.
Für den Videodreh der Veranstalter wurde die Klein Wanzleber Kirche per Lichtshow in malerische Farben getaucht. Foto: Hagen Uhlenhaut

Klein Wanzleben - Der Termin in Zuckerdorf am zurückliegenden Sonnabend war eigentlich nur ein interner und für den Dreh bestimmt, dennoch kamen etliche Bürger, um sich die Aktion „Lights of Hope“ an der Kirche anzusehen. Darunter waren auch die Ortsbürgermeister von Klein Wanzleben, Knut Freese (FDP), und Wanzleben, Tino Bauer (parteilos).

Mit dem „Lichter der Hoffnung“ wollen die beiden DJ’s und Veranstalter Dennis Mahr und Frank Lüers aus der Region zum Teil auf ihre aktuelle Lage aufmerksam machen, aber auch zeigen, was möglich ist. „Deshalb haben wir in Klein Wanzleben alles aufgefahren, was derzeit technisch möglich ist“, erzählt Dennis Mahr. Dazu gehören die Lichttechnik, betreut von ihm und Silvio Sattler. Für ordentlich Nebel sorgte Jörg Wilke und auch Gesang wurde geboten durch Lena Engelmann. All das schneidet Frank Lüers nun zu Promovideos zusammen. Das Ergebnis wird auf Youtube und den Seiten der Beteiligten zu sehen sein. „Aber auch an interessierte Geschäftsleute sollen die Aufnahmen verschickt werden. „Es geht darum, uns und unsere Möglichkeiten darzustellen“, betont Dennis Mahr. Daher war St. Johannis als offene Kirche die optimale Bühne.

Spezialisten zeigen, was möglich ist

Die im künftigen Video gezeigte Show sei mit den Aktionen, die in Wanzleben und Oschersleben durch die Veranstalter erfolgt sind, absolut vergleichbar.

Zwar sind mittlerweile Außenveranstaltungen wieder machbar, bis zu einer Teilnehmerzahl von 1000 Personen, und auch Hochzeiten und Geburtstage dürfen wieder innerhalb von Gastro-Räumlichkeiten gefeiert werden, aber nur, wenn Profis die Planungen übernehmen. Überhaupt sieht Mahr keine echte Perspektive für sich und seine Berufskollegen, die Veranstaltungen wieder hauptberuflich umzusetzen. „Das wird wohl niemand von uns wieder machen. Jedenfalls nicht in den nächsten Jahren“, sagt er. Die Gefahr sei zu große, dass die Corona-Pandemie wieder ausgeprägter zurückkehre. Ein Beispiel sei die derzeitige Ausbreitung der sogenannten Delta-Variante. „Man kann nahezu damit rechnen, dass wir wieder beschränkt und dann vergessen werden“, erläutert er. Diese Erfahrung haben Veranstalter und DJ’s schon einmal gemacht (Volksstimme berichtete). Ein Beispiel dafür seien die Erfahrungen seiner Tochter Justine. Diese hatte gerade als Hotelfachfrau ausgelernt und stand ab Januar 2020 arbeitslos da. „Sie ist jetzt in einem Callcenter tätig und gibt diese Arbeit auch nicht auf, da schon ab Oktober wieder alles dicht sein kann“, erzählt Dennis Mahr. „Das ist nur zu verständlich.“

Die Branche sei nachhaltig geschädigt und auch die Gastronomie hat es schwer getroffen. „Viele Menschen haben sich andere Tätigkeitsfelder gesucht, und mit einer Rückkehr ist weder bei uns noch in der Gastro zu rechnen“, schätzt er ein. „Zu tief sitzen die Erlebnisse aus dem zurückliegenden Jahr.“