Wanzleben l „Wanzleben ist eine kleine Stadt in der Nähe von Magdeburg mit einem guten Entwicklungspotenzial, die von den Angeboten der Landeshauptstadt profitiert“, sagte Bürgermeister Thomas Kluge (parteilos) bei einem Besuch von Thomas Webel (CDU), Minister für Landesentwicklung und Verkehr in Sachsen-Anhalt, in der Sarrestadt. Webel war nicht mit leeren Händen in das Rathaus der Sarrestadt gekommen. Er hatte Bescheide aus der Städtebauförderung in Höhe von etwa 1,2 Millionen Euro dabei. Mit dem Geld fördert das Land Bauprojekte in der Kernstadt Wanzleben und in der Stadt Seehausen.

In Wanzleben ist das Geld aus dem Stadtumbau-Programm des Landes zum Beispiel für die Sanierung der beiden Türme der St. Jakobi Kirche bestimmt. „Die Kirchtürme sind prägend für das Stadtbild von Wanzleben. Es ist gut, dass sie saniert werden“, verdeutlichte Kluge. Weiterhin fördert das Land die Sanierung des Wanzleber Rathauses, das unter Denkmalschutz steht. Während die Sanierung des Rathauses durch einen vorzeitigen Maßnahmebeginn bereits umgesetzt wurde, sollen die Kirchtürme im kommenden Jahr instand gesetzt werden. In beide Projekte investiert Sachsen-Anhalt 830.000 Euro. Knapp 100.000 Euro sind für den Abriss von 30 dauerhaft leer stehenden Wohnungen in der Windmühlenbreite, die zum Bestand der Wanzleber Wohnungsbaugesellschaft Wobau gehören, vorgesehen.

Abriss einer Kaufhalle

Für den Abriss einer alten Kaufhalle in der Stadt Seehausen, die seit 25 Jahren nicht mehr genutzt wird, hat das Land aus einem Förderprogramm 80.000 Euro bewilligt. Weitere 160.000 Euro aus diesem Programm, das speziell kleinere Städte und Gemeinden bei der Gestaltung des demografischen Wandels unterstützen soll, fließen in der Stadt Seehausen in den dritten und letzten Abschnitt der Komplettsanierung des Breiten Weges.

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„Dass die alte Kaufhalle abgerissen wird und damit ein Schandfleck verschwindet, war ein besonderes Anliegen des langjährigen Ortschaftsratsmitglieds Helmut Piskatz“, sagte Thomas Leitel (CDU), Mitglied des Ortschaftsrates in Seehausen. Piskatz habe dafür gesorgt, dass dieses Vorhaben immer wieder in den Protokollen der Sitzungen des Ortschaftsrats stand. „Ich habe dann nach seinem Ausscheiden aus dem Ortschaftsrat quasi an seiner Stelle damit weiter gemacht und weiter gebohrt“, betonte Leitel bei der Übergabe der Fördermittelbescheide.

Co-Finanzierung aus Haushalt

Für alle Projekte, die das Land Sachsen-Anhalt fördert, muss die Stadt Wanzleben-Börde aus ihrem Haushalt 220.000 Euro als Co-Finanzierung aufwenden.

Wie Thomas Kluge weiter informierte, bestünde in der Stadt Wanzleben ein hoher Bedarf an Flächen für den individuellen Bau von Eigenheimen. Zusammen habe er bei einer Begehung mit Verantwortlichen der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft Wobau ermittelt, dass in der Stadt dafür Flächen in einer Gesamtgröße von etwa 10.000 Quadratmetern zur Verfügung stünden. So wie im Alten Schulgarten, wo die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Trink- und Abwasserverband Börde Oschersleben ein Baugebiet erschließen werde. Auf einer Gesamtfläche von knapp 6000 Quadratmetern entstehen dort sieben Grundstücke für den Bau von Eigenheimen. Die Erschließung kostet 125.400 Euro. Die Kosten holt sich die Stadt durch den Grundstücksverkauf wieder.