Blankenburg l Die Stadt Blankenburg bereitet sich intensiv auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor. Wie Bürgermeister Heiko Breithaupt (CDU) erklärte, werde damit die Harzer Kreisverwaltung bei der Unterbringung der ihr dann zugewiesenen Menschen mit „Aussicht auf einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland“, wie es im Beamtendeutsch heißt, unterstützt. Im Dezember soll eine entsprechende Vereinbarung vom Stadtrat beschlossen werden. „Damit haben wir die Möglichkeit, auf die Verteilung der betroffenen Menschen im Stadtgebiet entsprechend den örtlichen Gegebenheiten selbst Einfluss zu nehmen“, erklärte Breithaupt. Er gehe davon aus, dass im Laufe des nächsten Jahres bis zu 180 Flüchtlinge in Blankenburg aufgenommen werden. Die Unterbringung erfolge dezentral – also in Wohnungen, die sich über das gesamten Stadtgebiet verteilen.

In den vergangenen Tagen habe es Gespräche mit den Wohnungsunternehmen der Stadt gegeben, um geeignete Wohnungen zu finden. Vermietet, so Breithaupt, werden diese zu den im Harzkreis geltenden Hilfesätzen der sogenannten „Kosten der Unterkunft“. Mit weiteren Partnern werde „alles, was im Vorfeld vorbereitet werden kann, getan“.

Sportvereine bieten Hilfe an

Die von ihm einberufene Einwohnerversammlung soll diese Flüchtlingshilfe unterstützen. „Mehrere Sportvereine haben bereits angeboten, die Entwicklung eng zu begleiten“, erklärte Breithaupt. Hans Jaekel, Vorstand der Evangelischen Stiftung Neinstedt, betonte am Rande eines Pressegesprächs: „Wir sind mit im Boot.“ Schon jetzt engagiere sich die Stiftung in der Flüchtlingshilfe in Quedlinburg und Thale. „Wir werden auch Blankenburg zur Seite stehen“, sagte er.

Über den Planungsstand sowie die Einbeziehung der Einwohner Blankenburgs und weiterer Partner soll konkret am Dienstag, 8. Dezember, im Atrium des Gymnasiums „Am Thie“ informiert werden. Beginn der Einwohnerversammlung zum Thema Flüchtlingshilfe ist um 18.30 Uhr. „Dabei geht es nicht darum ob, sondern wie wir helfen“, erklärte Breithaupt. Neben ihm werden Landrat Martin Skiebe (CDU), der Leiter des Polizeireviers Harz, Dietmar Schellbach, und Vertreter mehrerer sozialer Einrichtungen anwesend sein. Allerdings, so Breithaupt, könnten wohl nicht alle Fragen erschöpfend beantwortet werden. So zum Beispiel, wann die ersten Flüchtlinge in Blankenburg ankommen und wieviele. „Diese Situation fordert uns allen viel Flexibilität ab“, sagte er.